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Fluten, Bohren, Pflanzen… und Vertreiben und Verfassung ändern

Indigene Gruppen in Brasilien setzen sich gegen die Politikagenda von Bergbau, Staudammbauten und gegen die Verfassungsänderungen für indigene Territorien zur Wehr: Es geht ums Land.
| von Latin@rama
Ibama verlangt Überarbeitung der Umweltverträglichkeitsprüfungen für den Staudamm São Luiz do Tapajós

Ibama verlangt Überarbeitung der Umweltverträglichkeitsprüfungen für den Staudamm São Luiz do Tapajós

Das brasilianische Bundesumweltamt Ibama sieht die Umweltverträglichkeitsprüfungen für den Staudamm São Luiz do Tapajós als unzulänglich an.
| von Christian Russau
Indigene und Landrechte – Dezember 2025

Indigene und Landrechte – Dezember 2025

„Wir sind keine Opferzone!“ - Indigene Mobilisierungen in Belém und die Ausweitung des Bergbaus auf traditionelle Territorien in Bahia Dieses Dossier basiert auf der Brasilienreise der KoBra im Jahr 2025 , die zunächst nach Belém führte, um die zivilgesellschaftlichen und insbesondere indigenen Mobilisierungen rund um die COP 30 zu begleiten. Aktionen wie die Barqueata, die Munduruku Blockade vor der Blue Zone und die Cúpula dos Povos machten die wachsenden Spannungen zwischen internationalem Klimadiskurs und territorialen Realitäten sichtbar. Im Anschluss reiste die KoBra weiter nach Bahia, um im Rahmen einer Mission des Conselho Nacional de Direitos Humanos (CNDH) die Ausweitung des Bergbaus und Windkraftanlagen auf traditionelle Territorien zu dokumentieren. Die Berichte der betroffenen Gemeinschaften zeigen, wie extraktive Projekte Wasserquellen gefährden, soziale Strukturen zerstören und neue Opferzonen der Energiewende schaffen. Das Dossier argumentiert, dass Klimagerechtigkeit ohne territoriale Gerechtigkeit nicht erreichbar ist, und formuliert Empfehlungen an brasilianische, deutsche und europäische Entscheidungsträger*innen.
| von vini.mendes@kooperation-brasilien.org
Gouverneur von Pará knickt ein - Indigene Proteste gegen Online-Schulgesetz erfolgreich

Gouverneur von Pará knickt ein - Indigene Proteste gegen Online-Schulgesetz erfolgreich

Seit dem 14. Januar hatten Angehörige der indigenen Völker Sateré-Mawé, Wai Wai, Munduruku, Arapiuns, Borari, Jaraqui und Guarani des amazonischen Bundesstaates Pará im Norden von Brasilien gegen das neue Online-Schulgesetz protestiert. 23 Tage lang war das Landesbildungsministerium SEDUC von ihnen trotz Repressalien der Behörden und der Polizei besetzt worden, ebenso wie die Bundesstraße BR 163 teilweise blockiert worden war und die LehrerInnen des öffentlichen Schulwesens des Bundesstaates sich solidarisierten und in Streik traten. Nun hat sich der wochenlange Protest ausgezahlt: Gouverneur Helder Barbalho machte einen Rückzieher und unterschrieb eine Verpflichtungserklärung, die unter anderem die Aufhebung des sogenannten Online-Schul-Gesetzes 10.820/2024 beinhaltet.
| von Christian.russau@fdcl.org