Indigene und Landrechte – Dezember 2025

„Wir sind keine Opferzone!“ - Indigene Mobilisierungen in Belém und die Ausweitung des Bergbaus auf traditionelle Territorien in Bahia Dieses Dossier basiert auf der Brasilienreise der KoBra im Jahr 2025 , die zunächst nach Belém führte, um die zivilgesellschaftlichen und insbesondere indigenen Mobilisierungen rund um die COP 30 zu begleiten. Aktionen wie die Barqueata, die Munduruku Blockade vor der Blue Zone und die Cúpula dos Povos machten die wachsenden Spannungen zwischen internationalem Klimadiskurs und territorialen Realitäten sichtbar. Im Anschluss reiste die KoBra weiter nach Bahia, um im Rahmen einer Mission des Conselho Nacional de Direitos Humanos (CNDH) die Ausweitung des Bergbaus und Windkraftanlagen auf traditionelle Territorien zu dokumentieren. Die Berichte der betroffenen Gemeinschaften zeigen, wie extraktive Projekte Wasserquellen gefährden, soziale Strukturen zerstören und neue Opferzonen der Energiewende schaffen. Das Dossier argumentiert, dass Klimagerechtigkeit ohne territoriale Gerechtigkeit nicht erreichbar ist, und formuliert Empfehlungen an brasilianische, deutsche und europäische Entscheidungsträger*innen.
| von vini.mendes@kooperation-brasilien.org
Indigene und Landrechte – Dezember 2025
Titelbild: Vinícius Mendes (KoBra)

Dossier auf Deutsch lesen

Einleitung – „Das heiligste Territorium ist der Traum“..... 2

Mobilisierungen und politische Konflikte in Belém..... 4

2.1 Räume der Zivilgesellschaft: Cúpula dos Povos und COP do Povo..... 4

2.2 Indigene Präsenz und direkte Aktionen...... 4

2.3 Politische Spannungen rund um die COP 30 ..... 5

Neue Opferzonen der Energiewende?..... 7

Schwerpunkt Bahia – Ausweitung des Bergbaus und Energieparks auf traditionelle Territorien..... 8

4.1 Taquaril dos Fialhos – Eine organisierte Gemeinschaft unter Druck..... 8

4.2 Antas und Palmitos – Vertreibung, Wasserverlust und soziale Zerstörung..... 12

4.3 Curral Velho und die FIOL – Infrastruktur für wen?..... 13

4.4 Staatliche Akteure und politische Verantwortung......... 14

Internationale Verantwortung – Deutschland und die EU..... 14

Schlussfolgerung – Territorien als Voraussetzung für Zukunft ..... 17

Quellen und weiterführende Literatur ..... 18