Artikel zu Bergbau

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Hälfte des brasilianischen Goldhandels aus illegaler Garimpo-Herkunft

Hälfte des brasilianischen Goldhandels aus illegaler Garimpo-Herkunft

Der illegale Abbau von und Handel mit Gold in Amazonien ist wieder einmal groß in den Medien. Eine groß angelegte Polizeiaktion richtete sich vergangene Woche gegen den illegalen Goldabbau und -handel in Brasilien. Den Ermittlungen zufolge hatte das mafiöse Netzwerk innerhalb von zwei Jahren Gold aus illegalen Quellen im Wert von insgesamt 16 Milliarden Reais (derzeit umgerechnet knapp drei Milliarden Euro) gehandelt. Eine neue Studie zeigt zudem auf, dass rund die Hälfte des in Brasilien zwischen 2015 und 2020 geförderten und exportierten Goldes illegaler Herkunft sei: Dabei handele es sich dem Institut Instituto Escolhas zufolge um eine Menge von insgesamt 229 Tonnen Gold in dem Fünfjahreszeitraum. Indessen versprachen die Schweizer Raffinerien, "nicht mit Gold aus indigenen Gebieten des brasilianischen Amazonasgebiets zu handeln und die notwendigen technischen und menschlichen Maßnahmen zu ergreifen, um kein illegales Gold, auch nicht aus Brasilien, anzunehmen, einzuführen oder zu raffinieren, indem sie dieses Gold zurückverfolgen und identifizieren."
| von Christian.russau@fdcl.org
Illegale Goldschürferei untergräbt Fundamente der Überlandleitung von Belo Monte

Illegale Goldschürferei untergräbt Fundamente der Überlandleitung von Belo Monte

Das Vordringen des illegalen Goldsuchens in Amazonien bedroht nicht nur Gesundheit und leben der dort lebenden traditionellen Bewohner:innen und vergiftet Boden, Luft und Wasser, sondern bedroht auch die Energieversorgung des Landes: Brasiliens Bundespolizei befürchtet Blackout in den Bundesstaaten Pará, Tocantins, Goiás und Minas Gerais, weil die Garimpeiros unter den Fundamenten der Stützpfeiler der Überlandleitung nach Gold graben.
| von Christian.russau@fdcl.org
Indigene und Landrechte - Januar 2022

Indigene und Landrechte - Januar 2022

Das Schwerpunktthema dieses Dossiers ist die Mobilisierung für einen Indigenen Zensus 2022. Die Volkszählung ist von Bedeutung, da die daraus resultierenden Daten über die brasilianische Bevölkerung die Grundlage für politische Programme, Statistik und Entscheidungen darstelllen. Indigene Sprecher*innen kämpfen für eine Neuerfassung der brasilianischen Bevölkerungsstatistik und Selbstdeklaration im Jahr 2022. Sie zweifeln die bisherige Datengrundlage als nicht der Realität entsprechend an. Indigene, die außerhalb der traditionellen Territorien in urbanen Räumen leben, seien extrem unterrepräsentiert. Außerdem werden die aktuell fünf Hautfarben-Kategorien als ein Trick der Kolonialisator*innen eingestuft, der die Gruppe der Schwarzen und Indigenen minimiere und damit ihre Bewegungen gezielt spalte und schwäche.
| von Uta Grunert
Indigene und Landrechte – Dezember 2025

Indigene und Landrechte – Dezember 2025

„Wir sind keine Opferzone!“ - Indigene Mobilisierungen in Belém und die Ausweitung des Bergbaus auf traditionelle Territorien in Bahia Dieses Dossier basiert auf der Brasilienreise der KoBra im Jahr 2025 , die zunächst nach Belém führte, um die zivilgesellschaftlichen und insbesondere indigenen Mobilisierungen rund um die COP 30 zu begleiten. Aktionen wie die Barqueata, die Munduruku Blockade vor der Blue Zone und die Cúpula dos Povos machten die wachsenden Spannungen zwischen internationalem Klimadiskurs und territorialen Realitäten sichtbar. Im Anschluss reiste die KoBra weiter nach Bahia, um im Rahmen einer Mission des Conselho Nacional de Direitos Humanos (CNDH) die Ausweitung des Bergbaus und Windkraftanlagen auf traditionelle Territorien zu dokumentieren. Die Berichte der betroffenen Gemeinschaften zeigen, wie extraktive Projekte Wasserquellen gefährden, soziale Strukturen zerstören und neue Opferzonen der Energiewende schaffen. Das Dossier argumentiert, dass Klimagerechtigkeit ohne territoriale Gerechtigkeit nicht erreichbar ist, und formuliert Empfehlungen an brasilianische, deutsche und europäische Entscheidungsträger*innen.
| von vini.mendes@kooperation-brasilien.org
Karavane lateinamerikanischer Bergbau-Betroffener berichtet über Menschenrechtsverletzungen in Lieferketten

Karavane lateinamerikanischer Bergbau-Betroffener berichtet über Menschenrechtsverletzungen in Lieferketten

Unter dem Dach Iglesias y Minería haben sich Bergbau-Betroffene aus Brasilien, Ecuador, Kolumbien und Honduras zu einer Karavane zusammengeschlossen. Mit den Berichten aus ihren Ländern touren die zehn Mitglieder durch fünf Länder Europas und fordern die Einhaltung von Sorgfaltspflichten innerhalb von Lieferketten ein. Ihr Appell richtet sich an Finanzgeber für Bergbauprojekte wie die Deutsche Bank und andere. Auftakt der Reise war eine Veranstaltung im Allerweltshaus Köln.
| von Uta Grunert