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RTB 2015
Neue alte Vielfalt - Traditionelle Völker und Gemeinschaften in Brasilien Referent*innen: Aderval Costa (UFMG), Claudia de Pinha (Comissão Nacional dos Povos e Comunidades Tradicionais), Ademir Kabá Munduruku, Cleber Buzatto (CIMI), Dieter Gawora (Uni Kassel), Ana Cláudia Mumbuca (Quilombola), Marquinho Mota (FAOR), Volker von Bremen, Elmy Pereira Soares & Marilene Alves de Souza (CAA)
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fabian.kern@kooperation-brasilien.org
Existiert in
Themen
"Die Demarkation ist keine Gefälligkeit, sondern die Pflicht des Staates", warnt Leusa Munduruku
Belém (PA) - Maria Leusa Kaba Munduruku, eine der größten Anführerinnen im Kampf gegen die Invasion des Bergbaus in indigene Gebiete, 38 Jahre alt, Mutter von sechs Kindern und Jurastudentin, sagt, dass ihr Volk an den weiten Ufern des Tapajós-Flusses aufgewachsen ist. Sie verstehen sich als eine Nation von Krieger*innen, die Mundurukânia, aufgebaut haben. Ihr Volk wuchs auf, kämpfte in Kriegen und widersetzt sich bis heute der Zerstörung in all ihren Formen. Der Tapajós-Fluss in Pará ist eines der Hauptziele der Bergbauinvasion im Amazonasgebiet. Aber auch die Agrarindustrie und große Infrastrukturprojekte wie Schüttguthäfen und Wasserkraftwerke haben es auf ihn abgesehen.
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Cícero Pedrosa Neto/Amazônia Real
Tapajós-Staudamm: Ibama und Funai stoppen die Staudammplanungen vorerst
Ibama blockiert vorerst den Tapajós-Staudamm und Funai schreitet im Anerkennungsprozess für die künftige Terra Indígena Sawré Muybu der Munduruku voran.
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Christian Russau
Brief der Munduruku vom Oberen und Mittleren Tapajós und vom Unteren Teles Pires
KoBra dokumentiert hier die deutschsprachige Übersetzung des "Brief der Munduruku vom Oberen und Mittleren Tapajós und vom Unteren Teles Pires" vom 16. September 2022 aus der aldeia Sawre Muybu.
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Christian.russau@fdcl.org
Hälfte des brasilianischen Goldhandels aus illegaler Garimpo-Herkunft
Der illegale Abbau von und Handel mit Gold in Amazonien ist wieder einmal groß in den Medien. Eine groß angelegte Polizeiaktion richtete sich vergangene Woche gegen den illegalen Goldabbau und -handel in Brasilien. Den Ermittlungen zufolge hatte das mafiöse Netzwerk innerhalb von zwei Jahren Gold aus illegalen Quellen im Wert von insgesamt 16 Milliarden Reais (derzeit umgerechnet knapp drei Milliarden Euro) gehandelt. Eine neue Studie zeigt zudem auf, dass rund die Hälfte des in Brasilien zwischen 2015 und 2020 geförderten und exportierten Goldes illegaler Herkunft sei: Dabei handele es sich dem Institut Instituto Escolhas zufolge um eine Menge von insgesamt 229 Tonnen Gold in dem Fünfjahreszeitraum. Indessen versprachen die Schweizer Raffinerien, "nicht mit Gold aus indigenen Gebieten des brasilianischen Amazonasgebiets zu handeln und die notwendigen technischen und menschlichen Maßnahmen zu ergreifen, um kein illegales Gold, auch nicht aus Brasilien, anzunehmen, einzuführen oder zu raffinieren, indem sie dieses Gold zurückverfolgen und identifizieren."
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Christian.russau@fdcl.org
Tapajós-Staudamm: Ministerium rudert zurück
Das Ministerium für Bergbau und Energie hat am 16. Sept. die für Mitte Dezember anberaumte Lizenzversteigerung des Tapajós-Staudamms abgeblasen.
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von
Christian Russau
Nein zum Staudamm am Tapajós
Petition für die Rechte der Munduruku und der Flussanrainer am Tapajós
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jan.erler@kooperation-brasilien.org
Existiert in
Themen
"Rettet die Menschen, die den Wald retten" - Alessandra Korap Munduruku spricht am Brandenburger Tor in Berlin
Anfang September waren die Umwelt- und Indigenenaktivistin Alessandra Korap Munduruku, die Menschenrechtsanwältin Raione Lima und der indigene Wächter des Waldes Olimpio Guajajara in Berlin zu Gast. Sie sind der Einladung von Misereor, Survival international und der Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt gefolgt und berichteten eingänglich von ihrem bedrohlichen Alltag im Amazonasgebiet und als prominente Sprecher*innen für die indigenen Gemeinschaften der Munduruku und Guajajara. Ihr Kampf gilt der Erhaltung des Regenwalds, der Rettung der Flüsse und dem Überleben der indigenen Gemeinschaften im Amazonasgebiet. Für ihren Kampf wurde Alessandra in Berlin mit dem taz-Panter-Preis ausgezeichnet. Ihre Widersacher sind illegale Holzfäller, illegale Goldsucher und die indigenenfeindliche Politik der Regierung unter Präsident Bolsonaro.
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Darius Ossami und Uta Grunert
Im Fadenkreuz von Bolsonaro
Bolsonaro-Regierung droht mit dem Ausstieg aus der ILO-Konvention 169, um industrielle Landwirtschaft, Bergbau und Wasserkraftnutzung in indigenen Territorien Brasiliens durchzusetzen.
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Camila de Abreu und Christian Russau
Neue Studie: Staatliche Operationen zur Zerschlagung des illegalen Goldabbaus in indigenem Territorium der Munduruku sind "relevant", aber noch immer "unzureichend"
Forscher:innen des Instituts Mãe Crioula haben in Zusammenarbeit mit der Staatsuniversität von Pará Uepa eine neue Studie zum Vorgehen des brasilianischen Staates gegen illegalen Goldabbau im Indigenen Territorium Munduruku im Südwesten des Bundesstaates Pará veröffentlicht. Demnach hätten die staatlichen Operationen zur Zerschlagung des Netzwerkes illegalen Goldabbaus "die räumlichen Strukturen des illegalen Goldabbaus nicht strukturell zerschlagen, da sich diese dank bereits etablierter logistischer, finanzieller und politischer Netzwerke rasch neu organisieren". Dem Bericht zufolge "gehen die staatlichen Maßnahmen, anstatt die wirtschaftlichen und territorialen Grundlagen der Illegalität anzugehen", eine Strategie ein, die "vorwiegend auf Repression ausgerichtet ist, ohne die strukturellen Bedingungen, die den illegalen Goldabbau stützen, angemessen zu bekämpfen".
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Christian.russau@fdcl.org
