Am 20.Mai 2026 triumphierte das Agrobusiness im brasilianischen Parlament. Ein Gesetzespaket der Zerstörung bringt unvorstellbare Rückschritte für die brasilianische Umweltgesetzgebung.
Newsletter Sammlung
Brasiliens Bergbaubehörde ANM leistet Offenbarungseid wegen Haushaltsmittelkürzung und stellt Vor-Ort-Inspektionen der Bergaufsicht ein: Gefahr für Sicherheit von Dämmen und Tailings, aber auch potentiell massive Haftungsrisiken für den gesamten ESG-Bereich.
Mubuka Initiative präsentiert den Film mit anschließendem Gespräch mit Rilcélia Akay Munduruku (Ko-Regisseurin) und Luis Painhum Munduruku (Aktivist und Widerstandskämpfer), Moderation: Biancka Arruda Miranda (Mubuka Initiative). Die Veranstaltung wird auf Portugiesisch und Deutsch stattfinden.
Filmvorführung und Gespräch mit Gästen aus Brasilien im Kino Moviemento in Berlin Kreuzberg
Gesprächs- und Begegnungsabend mit Gästen aus dem brasilianischen Amazonasregenwald
Für die Projektarbeit des Netzwerks in der Geschäftsstelle in Berlin suchen wir ab 01.09.2026 eine*n Mitarbeiter*in im Koordinationsteam (22 Wochenstunden)
Für den Zeitraum von August 2026 bis November 2027 suchen wir eine Externe Evaluation im Rahmen unseres FEB-Projekts „Global vernetzt, lokal engagiert: Klimagerechtigkeit und Vielfalt von Brasilien bis Deutschland“. Bewerbungen (Anschreiben, CV, Zeugnisse) bitte bis zum Sonntag, den 19. Juli 2026 an info[at]kooperation-brasilien.org, mit dem Betreff „Bewerbung Evaluation 2026“ schicken.
Wir suchen eine*n Praktikant*in vom 01.Septemper – 30. November 2026 in Freiburg oder Berlin! Praktika bei KoBra sind zweimal im Jahr für jeweils drei Monate möglich. Die Zeiträume sind meistens von Februar bis April und von September bis November. Aktuelle Ausschreibungen mit Infos und Bewerbungsfrist findet Ihr hier auf der Seite, oder in unseren sozialen Medien. Wir freuen uns über eine Zusammenarbeit!
Während Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva die Asphaltierung der Bundesstraße BR-319 zwischen Manaus und Porto Velho mittels sogenannter robuster Umweltüberwachung als "umweltfreundlichste der Welt" deklariert, kritisieren Nichtregierungsorganisationen wie das Observatório die Maßnahme.
2016 ging die erste Turbine von Belo Monte in Betrieb. Anläßlich dieses Datums ist "Belo Monte" wieder in den Medien - und schneidet in der Beurteilung auch in den Medien gar nicht gut ab.
Forscher:innen des Instituts Mãe Crioula haben in Zusammenarbeit mit der Staatsuniversität von Pará Uepa eine neue Studie zum Vorgehen des brasilianischen Staates gegen illegalen Goldabbau im Indigenen Territorium Munduruku im Südwesten des Bundesstaates Pará veröffentlicht. Demnach hätten die staatlichen Operationen zur Zerschlagung des Netzwerkes illegalen Goldabbaus "die räumlichen Strukturen des illegalen Goldabbaus nicht strukturell zerschlagen, da sich diese dank bereits etablierter logistischer, finanzieller und politischer Netzwerke rasch neu organisieren". Dem Bericht zufolge "gehen die staatlichen Maßnahmen, anstatt die wirtschaftlichen und territorialen Grundlagen der Illegalität anzugehen", eine Strategie ein, die "vorwiegend auf Repression ausgerichtet ist, ohne die strukturellen Bedingungen, die den illegalen Goldabbau stützen, angemessen zu bekämpfen".
Auf dem Fraport-Gelände des Flughafens Pinto Martins in Fortaleza, Ceará, Brasilien, kam es laut der brasilianischen Bundesumweltbehörde IBAMA im vergangenen Jahr zu illegalen Rodungen von insgesamt über 60 Hektar „fortgeschrittenen geschützten Atlantischen Regenwalds“ auch innerhalb eines staatlich anerkannten permanenten Schutzgebietes. Die entsprechenden Gerichtsprozesse laufen derzeit noch in verschiedenen Instanzen. Im April dieses Jahres kam es in Fortaleza zudem zu sehr starken Regenfällen, die dazu geführt haben, dass Schlammwässer von den zuvor gerodeten Flächen mehrere Mauern auf dem Gelände niederrissen und die angrenzend Ortschaft Vila Gomes flutete und dort Hab und Gut der dortigen Bewohner:innen in Mitleidenschaft zogen. Berichten zufolge sind Dutzende Familien nun mit Vertreibung, materiellen Verlusten und ernsthaften Gesundheitsrisiken konfrontiert. Die Anwohner:innen haben deshalb begonnen, sich zu wehren. Sie organisierten u.a. eine Protestaktion vor der Baustelle und blockierten die Bundesstraße BR-116, um sofortiges Handeln und Rechenschaft zu fordern. Um den Schutz der Rechte der Anwohner:innen auch von Deutschland aus zu unterstützen und einzufordern, hat der Dachverband der Kritischen Aktionär:innen auf der Hauptversammlung der Fraport AG diese Themen angesprochen und Nachfragen gestellt. KoBra dokumentiert hier die Rede.
Verwaltungsgericht São Paulo: Das Gefängnismassaker von Carandiru aus dem Jahr 1992 verjährt bei Zivilrechtsklagen auf Entschädigungen gegen den Staat nicht.
Indira und Gilberto arbeiten an der Bundesuniversität Pará. Sie leiten das Forum Amazonas für Wahrheit, Gerechtigkeit und Wiedergutmachung, das sich für die Einrichtung einer Wahrheitskommission einsetzt, die Verbrechen gegen Indigene während der Militärdiktatur untersuchen und strafrechtlich verfolgen soll. Der Ausbau von Infrastrukturprojekten auf indigenem Territorium reicht weit zurück. Er ist an Unternehmen gekoppelt, die zur Verantwortung gezogen werden müssen.
