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Landrechte für nur ein Quilombo im ersten Regierungsjahr

<strong>Brasília. </strong>Im ersten Regierungsjahr der neuen brasilianischen Regierung von Präsidentin Dilma Rousseff wurde nur einer Quilombo-Gemeinschaft – Abkömmlinge entflohener afrikanischer Sklaven – das Landrecht zugesprochen. Dies berichtet das <a href="http://www.forumamazoniasustentavel.org.br/?page_id=245">Portal Amazônia Sustentável</a> unter Berufung auf die in São Paulo ansässige Comissão Pró-Índio (CpIPS), die am Mittwoch einen von den Hilfswerken ICCO und Christian Aid unterstützten Bericht zur Situation der Quilombos in Brasilien im Jahre 2011 vorstellte. Demnach sei das Quilombo Colônia São Miguel, im Bundesstaat Mato Grosso do Sul, das einzige von den noch nicht demarkierten Quilombos, dem im Jahr 2011 das von der Verfassung von 1988 zugesicherte Landrecht tituliert wurde.
| von Christian Russau

Todesfall bei erneuten Arbeiterprotesten beim Staudammbau Jirau

<strong>Brasília.</strong> Bei erneuten Protesten von Arbeitern des Staudammbaus Jirau am Rio Madeira im Bundesstaat Rondônia ist am Montag ein Arbeiter ums Leben gekommen. Laut <a href="http://www.cptnacional.org.br/index.php?option=com_content&view=article&id=982:operario-de-jirau-morre-baleado-em-confronto-com-a-policia-&catid=12:conflitos&Itemid=94">Informationen</a> der brasilianischen Landpastorale CPT wurde der 24-jährige Arbeiter Josivan França durch eine Kugel in den Hals getroffen und verstarb noch am Ort des Geschehens, im Munizip Jaci Paraná, rund 150 Kilometer von der Landeshauptsadt Porto Velho entfernt.
| von Christian Russau

Das thematische Sozialforum (FST): „Kapitalistische Krise, soziale und ökologische Gerechtigkeit“

Vom 24. bis 29. Januar hat das thematische Sozialforum in Porto Alegre, Brasilien, stattgefunden. Das Forum war eine zivilgesellschaftliche Vorbereitung für die im Juni stattfindende Rio+20-Konferenz. Themen waren u.a. die Green Economy, Verteilungsgerechtigkeit, nachhaltige Landwirtschaft sowie die Schaffung eines ersten Entwurfs zur zukünftigen Rio-Deklaration. Hauptsächlich zwei Schwerpunkte dominierten die Debatte: die Krise der kapitalistischen Welt und der Kampf der sozialen Bewegungen und Organisationen.
| von Marilia dos Santos

Anhaltende Proteste gegen Räumung des Pinheirinho-Stadtteils in São José dos Campos

<strong>São Paulo/Berlin.</strong> Die Proteste gegen die <a href="index.php?option=com_content&task=view&id=856&Itemid=52">Räumung des Stadtteils Pinheirinho</a> in São José dos Campos im Bundesstaat São Paulo gehen weiter. In mehreren brasilianischen Städten und im Ausland solidarisierten sich Demonstrierende mit den etwa 9.000 Bewohnern des Pinheirinho, die vor rund einer Woche aus ihren Häusern und Geschäften von der Militärpolizei vertrieben wurden.
| von Christian Russau

„Brasilien: Neue Großmacht - alte Probleme?“

„Brasilien: Neue Großmacht - alte Probleme?“ - so hieß ein Vortrag im Rahmen der Lateinamerikawoche 2012 in Nünrberg. Präsidentin Brasiliens ist zur Zeit eine Frau, die früher selbst in der Guerrilla war. Doch das bürgt nicht unbedingt für eine linke Politik...<br /><br />Interview mit Thomas Fatheuer, Mitglied des Vorstandes des Netzwerkes der Brasiliengruppen – KoBra<br /><br />Weiterhören bei <a href="http://www.freie-radios.net/46106">Radio Z</a> , Nürnberg
| von Radio Z, Nürnberg

Thematisches Sozialforum diskutiert Alternativen für die Konferenz Rio+20

<strong>(Berlin, 24. Januar 2012, npl).-</strong> „Das Weltsozialforum entstand hier in Porto Alegre vor 12 Jahren als Antwort auf die neoliberale Arroganz des Weltwirtschaftsforums in Davos,“ sagt Candido Grzybowski, einer der Gründungsväter des wichtigsten Treffpunkts der globalisierungskritischen Bewegung. „Damals behaupteten wir: ‘Eine andere Welt ist möglich’. Jetzt müssen wir den Weg dahin beschreiten, die Alternativen schaffen.“<br /><br />Weiterlesen bei <a href="http://npla.de/de/poonal/3694-thematisches-sozialforum-diskutiert-alternativen-fuer-die-konferenz-rio20">Poonal Nr. 981</a>
| von Andreas Behn in Poonal Nr. 981

Proteste gegen Massenzwangsräumungen des Pinheirinho in São Paulo

<strong>São Paulo/Rio de Janeiro/Berlin.</strong> Nach der <a href="http://brasildefato.com.br/node/8657">gewaltsamen Zwangsräumung</a> vergangenen Sonntag von rund 1.600 Familien des sogenannten Pinheirinho in São José dos Campos im Bundesstaat São Paulo wurde in mehreren Städten in Brasilien und im Ausland gegen die auch in den Medien als äußerst brutal bezeichnete Aktion der Militärpolizei demonstriert. Mit Tränengas und Schlagstockeinsatz war die so genannte "Tropa de choque" (Schock-Einheit) aus 2.000 Militärpolizisten gegen die Bewohner vorgegangen. In São Paulo, Rio de Janeiro, Brasília, Belo Horizonte, Porto Alegre und weiteren Städten <a href="http://www.brasil.agenciapulsar.org/nota.php?id=8502">protestierten</a> mehrere tausend Menschen gegen die <a href="http://www.brasildefato.com.br/node/8674">als "Staatsterrorismus" gebrandmarkte</a> Zwangsräumung. Die Protestierenden bezeichneten die Räumung als "Massaker" und "Verbrechen".
| von Christian Russau, Gilka Resende, Katarine Flor

ThyssenKrupp zieht Zivilklage gegen Wissenschaftler aus Rio zurück

<strong>Rio de Janeiro.</strong> Wenige Tage vor der Aktionärsversammlung des Stahlkonzerns in Bochum hat ThyssenKrupp die Klage, die der Konzern wegen erlittener "immaterieller Schäden" gegen die Wissenschaftler des Stiftungsinstitut FIOCRUZ und die Biologin der Universität des Bundesstaates von Rio de Janeiro eingereicht hatte, zurückgezogen. Unter Vermittlung der Anwaltskammer von Rio (OAB/RJ) wurde am 12. Januar eine entsprechende Vereinbarung von der Firma unterzeichnet, wie die Anwaltskammer <a href="http://jusclip.com.br/apos-intervencao-da-oabrj-siderurgica-retira-acao-contra-cientistas/">mitteilte</a>.
| von Christian Russau