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Kehrseite der Medaille

Sportgroßereignisse in Brasilien zwischen Fehlplanung, Spekulation und dem Recht auf Stadt
Kehrseite der Medaille

Cover: Kehrseite der Medaille

Herausgegeben von der Heinrich-Böll-Stiftung Berlin, November 2015, 48 Seiten

Autor: Dawid Danilo Bartelt

Die Bilanz der letzten Fußball-WM in Brasilien ist ernüchternd: Mindestens 8,5 Mrd. Euro hat das Sportgroßereignis das Land gekostet, doch der positive volkswirtschaftliche Wachstumsimpuls blieb aus. Die sozialen Kosten dagegen sind hoch. Je nach Schätzung sind bis zu einer Viertelmillion Menschen von einer Zwangsräumung betroffen oder bedroht gewesen. Der versprochene Ausbau der Verkehrsinfrastruktur hat sich größtenteils als Chimäre erwiesen.

Nun kommen die Olympischen Sommerspiele und die Paralympics nach Rio de Janeiro, und auch diesmal sind die Versprechen verlockend: eine neue Straßenbahn, Busschnelltrassen, Metrolinien, ein flächendeckendes Abwassersystem.

Der Essay von Dawid Danilo Bartelt analysiert die Auswirkungen der beiden sportlichen Mega-Events en Detail. Dabei wird deutlich, dass Sportgroßereignisse sich als Geschäftsmodell etabliert haben. Verlierer sind dabei oft die sozial Schwachen und die Menschenrechte.

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dawid.bartelt@br.boell.org

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