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Brasilien nach den Wahlen: Rückkehr zur Militär-Diktatur?

Was
  • Soziale Bewegungen
  • Menschenrechte und Gesellschaft
Wann 05.12.2018
von 18:00 bis 20:30
Wo Kassel
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Universität Kassel
Moritzstr. 18 Campus Center
Raum 1124, Seminarraum 6

Brasilien hat gewählt. Schon im Wahlkampf zeigte sich eine enorme politische Polarisierung zwischen reaktionären und progressiven Parteien. So wurde von Anhänger*innen des rechtextremen Kandidaten Jair Messias Bolsonaro der deutsche Nationalsozialismus als ‚linkeIdeologie‘ dargestellt, um progressive Parteien zu diskreditieren.

Gleichzeitig ist Brasilien von wirtschaftlicher und sozialer Instabilität gezeichnet und durch politische und juristische Krisen geprägt. Diese wurden nicht zuletzt durch die Inhaftierung des früheren Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva der Arbeiterpartei (PT), als auch durch unzählige Streiks im öffentlichen Dienst, den Ölarbeiter*innen, sowie den landesweiten Blockaden der LKW-Fahrer*innen deutlich. Mittlerweile ist Jair Bolsonaro zum Präsidenten des Landes gewählt worden. Er hat bereits angekündigt verschiedene Ministerien mit Offizieren des Militärs, Vertreter*innen der evangelikalen Gruppen und bereits in Korruptionsfälle verwickelte Politiker*innen zu besetzen. Eine Welle von Hass, Angst und Gewalt geht um in Brasilien während Anhänger*innen von Bolsonaro ihre Hoffnung auf die wirtschaftliche Erholung des Landes setzen.

Ø Wie geht es nach den Wahlen weiter?
Ø Kann sich Brasilien tatsächlich wirtschaftlich stabilisieren?
Ø Welche Perspektiven haben Gewerkschaften und soziale Bewegungen in diesen Kontext?

Wir wollen diese Fragen gemeinsam mit euch diskutieren! Dazu haben wir drei Referent*innen auf dem Podium:

· Guilherme Leite Gonçalves, Professor für Rechtssoziologie an der Staatlichen Universität von Rio de Janeiro (z. Z. Humboldt Fellow im Fachgebiet für Politische Theorie an der Universität Kassel)

· Carolina Vestena, Mitglied des Kollegs “Soziale Menschenrechte” und LfBA im Fachgebiet für Politische Theorie an der Universität Kassel

· Kristina Hinz, Doktorandin im Fach Politikwissenschaft an der FU Berlin, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Center for Studies on Inequalities and Gender Relations (NUDERG), State University of Rio de Janeiro (UERJ)

Moderation: Anne Engelhardt, Doktorandin im Fachgebiet Globalisierung und Politik an der Universität Kassel

Organisation: Anne Engelhardt (Fachgebiet Globalisierung und Politik) und Carolina Vestena (Fachgebiet Politische Theorie).

Eine Anmeldung ist nicht erfordelich. Die Veranstaltung ist kostenlos.

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