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Zukunftsfähige Alternativen zum industriellen Agrarmodell

Was
  • Soziale Bewegungen
  • Movimentos sociais
  • Landkonflikte und Umwelt
  • Menschenrechte und Gesellschaft
Wann 27.03.2020 um 19:00 bis
29.03.2020 um 13:00
Wo Hamburg
Termin übernehmen vCal
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Das weit verbreitete industrielle Agrarmodell hat sich als fatal erwiesen und wird zunehmend in Frage gestellt. Die negativen Auswirkungen wie Wasserknappheit, ausgelaugte Böden, Artensterben, Landraub, Treibhausgasemissionen sind offensichtlich. Diese Probleme gefährden die Existenz (klein-)bäuerlicher Erzeuger*innen und ihre natürlichen Lebensgrundlagen hierzulande und im globalen Süden. Ebenso gefährdet wird die Anpassungsfähigkeit der Ökosysteme an die bereits spürbaren Folgen der Klimakrise.

Brasilien steht exemplarisch für die Dominanz dieses Agrarmodells, das auf der Expansion von Monokulturen (Soja, Mais Zuckerrohr), massiven Einsatz von Agrargiften, gentechnisch veränderten Pflanzen und Exportorientierung aufbaut. Der Agrarsektor ist für 71% der CO2-Emissionen des Landes verantwortlich. Für die Ausweitung des Agrobusiness werden immer neue Flächen an Regenwald und Cerrado vernichtet. Das geplante EU-Mercosur-Handelsabkommen könnte dieser Entwicklung mit der weiteren Ankurbelung brasilianischer Agrarexporte durch Zollabbau weiter Vorschub leisten.

Ein bewährtes Alternativmodell ist das Konzept der Agrarökologie, das vielfältige Lösungen für eine grund-legende Transformation der Agrar- und Ernährungssysteme anbietet. In Brasilien bestehen zahlreiche soziale Bewegungen und Initiativen von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern mit langjähriger Erfahrung in der Umsetzung agrarökologischer Prinzipien. Unter der aktuellen Regierung von Jair Bolsonaro sind ihre Errungenschaften jedoch bedroht. Fördermittel wurden gestrichen, Konflikte um Land verschärfen sich, Aktivist*innen werden bedroht und ermordet.

Auf der Fachtagung geben Aktivist*innen ihre Erfahrungen zu Alternativen weiter und suchen den Austausch mit Unterstützer*innen. Mit welchen Schwierigkeiten und Herausforderungen haben Kleinbäuerinnen und Kleinbauern in Brasilien zu kämpfen? Wie können zukunftsfähige Alternativen aussehen? Welche Erfahrungen mit der Umsetzung von Agrarökologie wurden gemacht? Wie kann Agrarökologie in Brasilien und in Europa gestärkt werden?

Außerdem werden wir über die aktuelle politische Situation in Brasilien berichten. Neben fachlichen Impulsen wird Raum für Diskussion, Vernetzung und Austausch geboten.

 

Tagungsort

W3 - Werkstatt für internationale Kultur und Politik e.V., Nernstweg 32 - 34, 22765 Hamburg

https://w3-hamburg.de/

Unterkunft

Jugendherberge Hamburg - Auf dem Stintfang
Alfred-Wegener-Weg 5
20459  Hamburg

https://www.jugendherberge.de/jugendherbergen/hamburg-stintfang-523/portraet/