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Verstrickt mit Diktatoren? Deutsche Konzerne in Brasilien 1964 bis 1985

ARD-Dokumentarfilm „Komplizen? VW und die brasilianische Militärdiktatur“ und anschließendes Diskussionspodium mit Expert*innen und Zeitzeugen.
Wann 09.01.2018
von 18:00 bis 20:00
Wo Berlin
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Bis heute ist in der deutschen Öffentlichkeit die Meinung verbreitet, dass der VW- Slogan der 70er Jahre “Wir sind multinational. Darüber freuen sich Millionen“ auch und gerade für VW Brasilien zuträfe. VW als Entwicklungshelfer, VW als Musterbetrieb.
Die Journalisten Stefanie Dodt und Thomas Aders (NDR, SWR und SZ) kommen zu anderen Schlüssen. In ihrem ARD-Dokumentarfilm „Komplizen? VW und die brasilianische Militärdiktatur“ zeichnen sie die Kollaboration mit den Organen der Diktatur im Detail nach. Ihrem Bericht zufolge war VW do Brasil mitver-antwortlich für Menschenrechtsverletzungen.

Mit der Aufarbeitung der VW do Brasil-Geschichte wurde sodann ein Wissenschaftler der Universität Bielefeld, Prof. Dr. Christopher Kopper, beauftragt. Sein Gutachten sollte „mit gebotener Nachhaltigkeit und Konsequenz“ die Geschichte von VW do Brasil beleuchten.

Fragen für die Diskussion
• Ausgehend vom damaligen Kontext: welche Verstrickungen des Konzerns mit der Dikta-tur erwiesen sich als haltlos, welche nicht?
• Welche Rolle spielte VW do Brasil im Konzert der ausländischen Konzerne während der Diktatur? Was weiß man über die Zusam-menarbeit anderer Unternehmen mit der Diktatur?
• Waren Wolfsburg die Menschenrechtsverlet-zungen in Brasilien bekannt?
• Welche Konsequenzen zieht VW aus dem Kopper-Bericht, den staatsanwaltschaftli-chen Ermittlungen und Erkenntnissen der Wahrheitskommissionen?
• Welche Forderungen erheben die Betroffenen? Sind sie akzeptabel?

Und heute: Wie positionieren sich Unterneh-men wie VW zu einer menschenrechtlichen Re-gulierung der globalen Wirtschaft?

Ablauf:

18 Uhr: ARD-Dokumentarfilm „Komplizen? VW und die brasilianische Militärdiktatur“.

19 Uhr Podium mit Stefanie Dodt, Dokumentarfilmerin
Prof. Dr. Christopher Kopper, Gutachter
Dieter Landenberger, Leiter Historische Kommunikation, Volkswage
n Aktiengesellschaft
Sarah Lincoln, Referentin für Menschenrechte, Brot für die Welt
Als Zeitzeugen: Prof. Dr. Flavio Wolf de Aguiar, Buchautor, Journalist, Dr. Werner Würtele u.a.m.
Moderation: Dr. Luiz Ramalho.

 

Wir bitten um anmeldung@lateinamerikaforum-berlin.de

Ort: Ibero-Amerikanisches Institut PK, Simón Bolivar Saal, Potsdamer Str. 37, 10785 Berlin

Weitere Informationen über diesen Termin…

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