Politische Reise in den brasilianischen Amazonas von Manaus nach Belem vom 24. August bis 07. September 2024

Der Amazonas: Die grüne Lunge der Erde in Gefahr

"Unsere Studienreise führt durch das Herz des brasilianischen Amazonas, beginnend in Manaus, der Provinzhauptstadt und Metropole im Regenwald. Von dort aus geht es flussabwärts nach Santarém, wo der Amazonas auf den Tapajós trifft. Die Teilnehmenden erfahren hier, wie die Flussgemeinden den Spagat zwischen wirtschaftlicher Entwicklung und Umweltschutz meistern. Weiter geht es in den „Floresta Nacional de Tapajós“, ein Mosaik aus unberührter Natur und menschlichen Siedlungen, um die Bedeutung des Waldes für die Erde und seine Bewohner zu verstehen.

Besonderes Augenmerk liegt auf der Rolle der Jugend im Amazonas. Junge Aktivist:innen teilen ihre Visionen für eine nachhaltige Zukunft und diskutieren die Herausforderungen, denen sie sich gegenüberstehen. Auf der Schiffsreise flussabwärts thematisieren wir zudem indigene Rechte. Treffen mit Vertreter:innen indigener Gemeinschaften und Besuche in lokalen Organisationen bieten Einblicke in den Kampf um Landrechte und kulturelle Erhaltung. In Belem, dem Endpunkt der Reise, werden wir den Hafenanlagen, die extraktivierte Rohstoffe aus dem Amazonas in die Welt verteilen, nahekommen und die Problematik des globalen, auf Ausbeutung von Natur und Menschen beruhenden, Handelssystems erörtern.

Häufig wiederholt wird ein westliches Ideal, in dem der Amazonas am besten unberührt bleiben soll und „der edle Wilde“ ein Symbol für starke indigene Bevölkerungen darstellt. Doch wir wollen über Stereotype hinaus, die Komplexität der Probleme und damit verbundenen Lösungsansätze im Amazonas thematisieren – und gleichzeitig die Schönheit dieser besonderen Flusslandschaft vermitteln.

Die Reise kombiniert akademische Vorträge mit Exkursionen in die Natur, Workshops mit lokalen Gemeinschaften und Diskussionen mit Expert:innen. Sie ermöglicht es den Teilnehmenden, das komplexe Ökosystem des Amazonas und seine globale Bedeutung zu verstehen, während sie gleichzeitig die drängenden sozialen und ökologischen Fragen der Region erkunden.
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