Volkswagen zu Millionenstrafe wegen sklavenarbeitsähnlicher Zwangsverhältnisse verurteilt

Volkswagen do Brasil ist zu einer Millionenstrafe wegen sklavenarbeitsähnlicher Zwangsverhältnisse auf der brasilianischen Rinderfarm Vale do Rio Cristalino zwischen 1974 und 1986 verurteilt worden. Der Dachverband der Kritischen Aktionär*innen begrüßt das Urteil.
| von Christian.russau@fdcl.org
Volkswagen zu Millionenstrafe wegen sklavenarbeitsähnlicher Zwangsverhältnisse verurteilt
Titelblatt des gestrigen Urteils gegen Volkswagen do Brasil. Quelle: Tribunal Regional do Trabalho da 8ª Região

Originalquelle des Textes: https://www.kritischeaktionaere.de/volkswagen/volkswagen-zu-millionenstrafe-wegen-sklavenarbeitsaehnlicher-zwangsverhaeltnisse-verurteilt/

Das in Brasilien zuständige Gericht in Redenção hat am Freitagabend (29. August 2025), Ortszeit) Volkswagen do Brasil erstinstanzlich wegen sklavenarbeitsähnlichen Zwangsverhältnisse auf seiner Rinderfarm Vale do Rio Cristalino zwischen 1974 und 1986 zu einer Strafzahlung in Höhe von 165 Mio Reais (derzeit ungerechnet 25 Mio Euro) verurteilt. Volkswagen do Brasil muss zudem „öffentlich seine Verantwortung eingestehen“ und „die Arbeiter*innen sowie die ganze Gesellschaft um Entschuldigung bitten“.

Des Weiteren muss Volkswagen eine neue Richtlinie zu seiner Menschenrechtspolitik und zu menschenwürdiger Arbeit erstellen sowie in allen Verträgen mit Dritten spezifische Klauseln einbauen, die Sklavenarbeit und sklavenarbeitsähnliche Zwangsverhältnisse verbieten, und alle Vertragsbeziehungen zu Dritten müssen unabhängig auditiert werden können. Zudem definiert das Gericht, dass Entschädigungspläne individueller Natur für die Opfer binnen 120 Tagen ausgearbeitet werden müssen. Damit folgt das brasilianische Gericht der Forderung der Staatsanwaltschaft und dem, was der Dachverband der Kritischen Aktionär*innen seit Jahren fordert.

Der Dachverband hat seit dem Jahr 2020 im Fall des Vorwurfs der sklavenarbeitsähnliche Zwagsverhältnisse auf der brasilianischen VW-Rinder-Farm Vale do Rio Cristalino zwischen 1974 und 1986 Volkswagen auf den jährlichen Hauptversammlungen aufgefordert, historische Verantwortung zu übernehmen, Entschädiungszahlungen zu leisten und öffentlich um Entschuldigung zu bitten (siehe hierzu ausführlich: https://www.kritischeaktionaere.de/?s=cristalino ).

„Nun wurde Volkswagen do Brasil verurteilt. Und dies zu Recht! Es gab bis zum Jahr 2023 mehrere Vergleichsgespräche unter Leitung der brasilianischen Arbeitsstaatsanwaltschaft, die VW do Brasil Ende März 2023 unter der fadenscheinigen Begründung, nicht für die damaligen Zustände auf ihrer Farm verantwortlich gewesen zu sein, unilateral verlassen hat. Nun hat Volkswagen für diese Ignoranz und für die Verantwortung der Firma für die sklavenarbeitsähnlichen Zwangsverhältnisse auf der VW-Farm Vale do Rio Cristalino eine Millionenstrafe zu zahlen, sowie eine Reihe von Auflagen zu erfüllen, was wir ausdrücklich begrüßen“, erklärt Christian Russau, Vorstandsmitglied des Dachverbands der Kritischen Aktionär*innen.

Wir dokumentieren hier weiter unten den Urteilsspruchs des Tribunal Regional do Trabalho da 8ª Região in der „Ação Civil Pública Cível 0001135-97.2024.5.08.0118“ des amtierenden Amtsrichters Otavio Bruno da Silva Ferreira in deutschsprachiger Übersetzung (mithilfe KI-Unterstützung erstellt) (noch weiter unten der portugiesischsprachige Originaltext). Weitere ausführliche und seit Jahrzehnten akribisch erarbeitete und dokumentierte Informationen zum Fall des Vorwurfs der sklavenarbeitsähnliche Zwagsverhältnisse auf der brasilianischen VW-Rinder-Farm Vale do Rio Cristalino zwischen 1974 und 1986 Volkswagen findet sich auf der Sonderseite der Brasilien Initiative Freiburg: https://brasilieninitiative.de/vw


Urteilsspruchs des Tribunal Regional do Trabalho da 8ª Região in der „Ação Civil Pública Cível 0001135-97.2024.5.08.0118“

7. ENTSCHEIDUNG
IN ANBETRACHT DER VORSTELLUNG UND ALLER WEITEREN IN DEN AKTEN ENTHALTENEN INFORMATIONEN ENTSCHEIDE ICH IN DER VON DER STAATLICHEN ARBEITSBEHÖRDE EINGEREICHTEN ZIVILKLAGE GEGEN VOLKSWAGEN DO BRASIL INDÚSTRIA DE VEÍCULOS AUTOMOTORES LTDA DIE ANTRÄGE FOLGENDERWEISE TEILWEISE ZU BEWILLIGEN:

I – DIE BEKLAGTE ZUR ZAHLUNG DER IN DER BEIGEFÜGTEN ABRECHNUNG ERMITTELTEN BETRÄGE, DIE BESTANDTEILE DIESES URTEILS SIND ALS ENTSCHÄDIGUNG FÜR MORALISCHEN SCHADEN IN HÖHE VON 165.000.000,00 R$ (EINHUNDERTFÜNFUNDSECHZIG MILLIONEN) AN DEN STAATLICHEN FONDS ZUR FÖRDERUNG MENSCHENWÜRDIGER ARBEIT UND ZUR BESEITIGUNG VON ARBEITSBEDINGUNGEN, DIE DER SKLAVEREI IN PARÁ ÄHNLICH SIND (FUNTRAD/PA), ZU ZAHLEN.

II – VERURTEILUNG DER BEKLAGTEN ZUR VERPFLICHTUNG, FOLGENDES ZU TUN:

II.A – FÖRDERUNG DER FOLGENDEN MASSNAHMEN ZUR GENÜGENSERZIELUNG:
A.1) ÖFFENTLICHE ÜBERNAHME DER VERANTWORTUNG FÜR DIE IN DIESEM URTEIL ANERKANNTEN TATEN UND ÖFFENTLICHE ENTSCHULDIGUNG GEGENÜBER DEN BETROFFENEN ARBEITNEHMERN UND DER BRASILIANISCHEN GESELLSCHAFT.
A.2) VERÖFFENTLICHUNG:
INSTITUTIONELLE WEBSITE (HOMEPAGE) UND ALLE SOZIALEN NETZWERKE DES UNTERNEHMENS IN BRASILIEN, MIT EINER VERÖFFENTLICHUNG FÜR 30 (DREISSIG) KALENDERTAGE IN FOLGE;
PRESSE: VERÖFFENTLICHUNG DER MITTEILUNG IN ZWEI ZEITUNGEN MIT GROSSER NATIONALER AUFLAGE, IN DER SONNTAGSAUSGABE, FÜR 2 (ZWEI) WOCHEN IN FOLGE;
RADIO UND FERNSEHEN MIT NATIONALER REICHWEITE: AUSSTRAHLUNG VON TÄGLICHEN SPOTS FÜR 15 (FÜNFZEHN) TAGE.
A.3) MINDESTINHALT: ANERKENNUNG DES GESCHEHENS DER VERSTÖSSE AUF DER FARM VALE DO RIO CRISTALINO IM IN DEN AKTEN ANGEGEBENEN ZEITRAUM; ENTSCHULDIGUNG GEGENÜBER DEN OPFERN UND DER GESELLSCHAFT; ÖFFENTLICHE VERPFLICHTUNG ZUR WIEDERGUTMACHUNG UND ZUR NULLTOLERANZ GEGENÜBER SKLAVENARBEIT/MENSCHENHANDEL; ANGABE EINES KANALS FÜR ANZEIGEN UND DER GETROFFENEN STRUKTURELLEN MASSNAHMEN.
A.4) VERFAHREN: DER ENTWURF DES TEXTES UND DES MEDIENPLANS MUSS DEM GERICHT UND DER MPT INNERHALB VON 15 TAGEN ZUR GENEHMIGUNG INNERHALB VON 10
TAGE VORGELGT WERDEN.
A.5) VERZÖGERUNGSGEBÜHREN: 10.000,00 R$ PRO VERZÖGERUNGSTAG ODER NICHTERFÜLLUNG JEDES UNTERPUNKTS, ANPASSBAR DURCH DAS GERICHT (CPC, ART. 537, §1º).

II.B – BEI DER FÖRDERUNG DER FOLGENDEN GARANTIEN DER NICHTWIEDERHOLUNG (STRUKTURELLE PFLICHTEN DER SORGFALT UND VORBEUGUNG):
B.1) ÖFFENTLICHE VERPFLICHTUNG: GENEHMIGUNG UND VERÖFFENTLICHUNG EINER POLITIK DER MENSCHENRECHTE UND MENSCHENWÜRDIGER ARBEIT FÜR MITARBEITER UND
DIE GESAMTE LIEFERKETTE MIT AUSDRÜCKLICHER KLAUSEL DER „NULL TOLERANZ“ GEGENÜBER SKLAVENARBEIT UND MENSCHENHANDEL INNERHALB VON 90 TAGEN.
B.2) VERTRAGSKLAUSELN: AUFNAHME VON KLAUSELN IN ALLE VERTRÄGE MIT DRITTEN/LIEFERANTEN: (I) VERBOT VON SKLAVENÄHNLICHER ARBEIT; (II) ZUGANG FÜR AUDITS; (III) KÜNDIGUNG WEGEN VERSTOSSES; (IV) ENTSCHÄDIGUNGSPLÄNE FÜR DIE OPFER INNERHALB VON 120 TAGEN.
B.3) DUE DILIGENCE: EINFÜHRUNG EINES PROZESSES ZUR SORGFALTSPFLICHT IM BEREICH MENSCHENRECHTE (RISIKOKARTIERUNG, UNABHÄNGIGE UND MITIGATIONSPLAN), MIT ERSTEM ZYKLUS ABGESCHLOSSEN IN 180 TAGEN UND HALBJÄHRLICHEN BERICHTEN ÜBER 3 JAHRE.
B.4) MELDESYSTEM: EINRICHTUNG/VERBESSERUNG EINES ANONYMEN UND ZUGÄNGLICHEN MULTIPLATTFORM-KANALS (TELEFON, WEB UND PRÄSENZ), MIT SERVICE-LEVEL-AGREEMENT, SCHUTZ VOR VERGELTUNGSMASSNAHMEN UND AKTIVER VERÖFFENTLICHUNG AN VERTRAGS-/PRODUKTIONSSTELLEN, INNERHALB VON 90 TAGEN.
B.5) SCHULUNG: VERPFLICHTENDES JAHRESPROGRAMM ZU SKLAVENARBEIT UND MENSCHENHANDEL FÜR MANAGER, EINKÄUFER UND FELDTEAMS; ERSTE RUNDE INNERHALB VON 120 TAGEN.
B.6) TRANSPARENZ: JÄHRLICHE VERÖFFENTLICHUNG EINES BERICHTS ÜBER MENSCHENRECHTE AUF DER INSTITUTIONELLEN WEBSITE MIT RISIKOINDIKATOREN,
DURCHGEFÜHRTEN AUDITS, VORFÄLLEN UND ABHILFEMASSNAHMEN (3 JAHRE LANG AUFBEWAHREN).
B.7) ÜBERWACHUNG: VORLAGE EINES DETAILLIERTEN ZEITPLANS BEIM GERICHT UND DER ARBEITSSTÄNDE INNERHALB VON 30 TAGEN; VIERTELJÄHRLICHE BERICHTE ÜBER DIE UMSETZUNG FÜR 2 JAHRE.
B.8) VERZUGSSTRAFEN: 5.000,00 R$ PRO VERZÖGERUNGSTAG DER ERFÜLLUNG JEDER STRUKTURELLEN VERPFLICHTUNG (PUNKTE B.1 BIS B.7), MIT DER MÖGLICHKEIT EINER PROGRESSIVEN ERHÖHUNG.

DIE ÜBRIGEN ANTRÄGE WERDEN AUS MANGELNDER RECHTSGRUNDLAGE GEMÄSS DER BEGRÜNDUNG ABGEWIESEN.
TEILRATEN AUF DIE IN DER ERSTKLAGEGRUNDLAGE BEANTRAGTEN BETRÄGEN BESCHRÄNKT.
ALLES MIT ZINSEN UND WÄHRUNGSANPASSUNG.
KEINE SOZIALVERSICHERUNGS- UND STEUERBEITRÄGE.
DIE BEKLAGTE MUSS DIE BEDINGUNGEN UND FRISTEN FÜR DIE ERFÜLLUNG DES URTEILS EINHALTEN.
KOSTEN FÜR DIE BEKLAGTE IN HÖHE VON 32.629,64 R$, BERECHNET AUF DER GRUNDLAGE DES URTEILSBETRAGS UND BESCHRÄNKT AUF DEN IN ART. 789, CAPUT DES CLT (4 X OBERGRENZE DES RGPS – 8.157,41 R$, VORGESEHEN IN DER INTERMINISTERIELLEN VERORDNUNG MPS/MF NR. 6, ART. 2)

DIE PARTEIEN WERDEN DURCH IHRE RECHTSANWÄLTE ÜBER DEN INHALT DIESES URTEILS AB SEINER VERÖFFENTLICHUNG IM DJET IN KENNTNIS GESETZT. SONST NICHTS.////

REDENCAO/PA, 29. August 2025.
OTAVIO BRUNO DA SILVA FERREIRA
Amtierender Arbeitsrichter


7. DISPOSITIVO
ANTE O EXPOSTO E TUDO MAIS QUE DOS AUTOS CONSTA,
DECIDO, NA AÇÃO CIVIL PÚBLICA PROPOSTA POR MINISTÉRIO PÚBLICO DO TRABALHO
EM FACE DE VOLKSWAGEN DO BRASIL INDÚSTRIA DE VEÍCULOS AUTOMOTORES LTDA
JULGAR PARCIALMENTE PROCEDENTES OS PEDIDOS PARA:
I – CONDENAR A RECLAMADA NA OBRIGAÇÃO DE PAGAR OS
VALORES APURADOS NO CÁLCULO DE LIQUIDAÇÃO EM ANEXO, QUE É PARTE
INTEGRANTE DESTA SENTENÇA, A TÍTULO DE INDENIZAÇÃO POR DANO MORAL
COLETIVO, NO VALOR DE R$ 165.000.000,00 (CENTO E SESSENTA E CINCO MILHÕES),
REVERTIDO AO FUNDO ESTADUAL DE PROMOÇÃO DO TRABALHO DIGNO E DE
ERRADICAÇÃO DO TRABALHO EM CONDIÇÕES ANÁLOGAS À DE ESCRAVO NO PARÁ
(FUNTRAD/PA).
II – CONDENAR A RECLAMADA NA OBRIGAÇÃO DE FAZER
CONSISTENTE:
II.A – NA PROMOÇÃO DAS SEGUINTES MEDIDAS DE SATISFAÇÃO:
A.1) ASSUNÇÃO PÚBLICA DE RESPONSABILIDADE PELOS FATOS
RECONHECIDOS NESTA SENTENÇA E PEDIDO PÚBLICO DE DESCULPAS DIRIGIDO AOS
TRABALHADORES ATINGIDOS E À SOCIEDADE BRASILEIRA.
A.2) VEICULAÇÃO:
SITE INSTITUCIONAL (HOMEPAGE) E TODAS AS REDES SOCIAIS
OFICIAIS DA EMPRESA NO BRASIL, COM A PUBLICAÇÃO FIXADA POR 30 (TRINTA) DIAS
CORRIDOS;
IMPRENSA: PUBLICAÇÃO DA NOTA EM DOIS JORNAIS DE
GRANDE CIRCULAÇÃO NACIONAL, EM EDIÇÃO DE DOMINGO, POR 2 (DUAS) SEMANAS
CONSECUTIVAS;
RÁDIO E TV DE ABRANGÊNCIA NACIONAL: VEICULAÇÃO DE
INSERÇÕES DIÁRIAS POR 15 (QUINZE) DIAS.
A.3) CONTEÚDO MÍNIMO: RECONHECIMENTO DA OCORRÊNCIA
DAS VIOLAÇÕES NA FAZENDA VALE DO RIO CRISTALINO NO PERÍODO INDICADO NOS
AUTOS; PEDIDO DE DESCULPAS ÀS VÍTIMAS E À SOCIEDADE; COMPROMISSO PÚBLICO
COM A REPARAÇÃO E COM A TOLERÂNCIA ZERO A TRABALHO ESCRAVO/TRÁFICO DE
PESSOAS; INDICAÇÃO DE CANAL DE DENÚNCIA E DE MEDIDAS ESTRUTURAIS
ADOTADAS.
A.4) PROCEDIMENTO: MINUTA DO TEXTO E DO PLANO DE MÍDIA
DEVERÁ SER APRESENTADA AO JUÍZO E AO MPT EM 15 DIAS, PARA APROVAÇÃO EM 10
DIAS.
A.5) ASTREINTES: R$ 10.000,00 POR DIA DE ATRASO OU
DESCUMPRIMENTO DE CADA SUBITEM, AJUSTÁVEL PELO JUÍZO (CPC, ART. 537, §1º).
II.B – NA PROMOÇÃO DAS SEGUINTES GARANTIAS DE NÃO
REPETIÇÃO (DEVERES ESTRUTURAIS DE DILIGÊNCIA E PREVENÇÃO):
B.1) COMPROMISSO PÚBLICO: APROVAÇÃO E DIVULGAÇÃO DE
POLÍTICA DE DIREITOS HUMANOS E TRABALHO DECENTE APLICÁVEL A EMPREGADOS E
TODA A CADEIA DE FORNECEDORES, COM CLÁUSULA EXPRESSA DE “TOLERÂNCIA
ZERO” A TRABALHO ESCRAVO E TRÁFICO DE PESSOAS, EM 90 DIAS.
B.2) CLÁUSULAS CONTRATUAIS: INCLUSÃO, EM TODOS OS
CONTRATOS COM TERCEIROS/FORNECEDORES, DE CLÁUSULAS DE: (I) VEDAÇÃO A
TRABALHO ANÁLOGO AO DE ESCRAVO; (II) ACESSO PARA AUDITORIAS; (III) RESCISÃO
POR VIOLAÇÃO; (IV) PLANOS DE REMEDIAÇÃO ÀS VÍTIMAS, EM 120 DIAS.
B.3) DUE DILIGENCE: IMPLEMENTAÇÃO DE PROCESSO DE
DILIGÊNCIA EM DIREITOS HUMANOS (MAPEAMENTO DE RISCOS, AUDITORIAS
INDEPENDENTES PERIÓDICAS E PLANO DE MITIGAÇÃO), COM PRIMEIRO CICLO
CONCLUÍDO EM 180 DIAS E RELATÓRIOS SEMESTRAIS POR 3 ANOS.
B.4) CANAL DE DENÚNCIAS: CRIAÇÃO/APERFEIÇOAMENTO DE
CANAL MULTIPLATAFORMA, ANÔNIMO E ACESSÍVEL (TELEFONE, WEB E PRESENCIAL),
COM SLA DE ATENDIMENTO, PROTEÇÃO CONTRA RETALIAÇÃO E DIVULGAÇÃO ATIVA
EM PONTOS DE CONTRATAÇÃO/PRODUÇÃO, EM 90 DIAS.
B.5) TREINAMENTO: PROGRAMA ANUAL OBRIGATÓRIO SOBRE
TRABALHO ESCRAVO E TRÁFICO DE PESSOAS PARA GESTORES, COMPRADORES E
EQUIPES DE CAMPO; PRIMEIRA RODADA EM 120 DIAS.
B.6) TRANSPARÊNCIA: PUBLICAÇÃO ANUAL DE RELATÓRIO DE
DIREITOS HUMANOS NO SITE INSTITUCIONAL, COM INDICADORES DE RISCO,
AUDITORIAS REALIZADAS, INCIDENTES E REMEDIAÇÕES (MANTER POR 3 ANOS).
B.7) ACOMPANHAMENTO: APRESENTAÇÃO AO JUÍZO E AO MPT
DE CRONOGRAMA DETALHADO EM 30 DIAS; RELATÓRIOS TRIMESTRAIS DE
IMPLEMENTAÇÃO POR 2 ANOS.
B.8) ASTREINTES: R$ 5.000,00 POR DIA DE ATRASO NO
CUMPRIMENTO DE CADA OBRIGAÇÃO ESTRUTURAL (ITENS B.1 A B.7), COM
POSSIBILIDADE DE MAJORAÇÃO PROGRESSIVA.
IMPROCEDENTES OS DEMAIS PEDIDOS POR FALTA DE AMPARO
LEGAL, NOS TERMOS DA FUNDAMENTAÇÃO.
PARCELAS LIMITADAS AOS VALORES PLEITEADOS NA PETIÇÃO
INICIAL.
TUDO COM JUROS E CORREÇÃO MONETÁRIA.
NÃO HÁ CONTRIBUIÇÕES PREVIDENCIÁRIAS E FISCAIS.
DEVERÁ A RECLAMADA OBSERVAR AS CONDIÇÕES E PRAZO
PARA CUMPRIMENTO DA SENTENÇA.
CUSTAS PELA RECLAMADA NO IMPORTE DE R$ 32.629,64,
CALCULADAS SOBRE O VALOR DA CONDENAÇÃO E LIMITADA AO TETO PREVISTO NO
ART. 789, CAPUT DA CLT (4 X TETO DO RGPS – R$ 8.157,41, PREVISTO NA PORTARIA
INTERMINISTERIAL MPS/MF N° 6, ART. 2º)
FICAM AS PARTES CIENTES, POR MEIO DE SEUS PATRONOS, DO
TEOR DESTA SENTENÇA A PARTIR DE SUA PUBLICAÇÃO NO DJET. NADA MAIS.////
REDENCAO/PA, 29 de agosto de 2025.
OTAVIO BRUNO DA SILVA FERREIRA
Juiz do Trabalho Titular