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Gewerkschaft solidarisch - und weist Angriffe von ThyssenKrupp scharf zurück

Gewerkschaft der Arbeiter der Stiftung Oswaldo Cruz - Asfoc-SN - FIOCRUZ ("Sindicato dos Trabalhadores da Fundação Oswaldo Cruz | Asfoc-SN | FIOCRUZ"): 26.10.2011 TKCSA greift erneut an und verklagt einen weiteren Mitarbeiter der Fiocruz ThyssenKrupp Companhia Siderúrgica do Atlântico (TKCSA) versucht, die Meinungsfreiheit der Forscher der FIOCRUZ zu beeinträchtigen und Hindernisse für weitere Aktivitäten und Studien in Bezug auf die Gesundheitsfolgen ihres Stahlkomplexes in Santa Cruz, Rio de Janeiro, den Forschern in den Weg zu legen, indem sie eine erneute Schadensersatzklage gegen einen weiteren Angestellten der FIOCRUZ eingereicht hat.


Zuerst galt der Angriff dem Forscher und Lungenspezialisten Hermano Castro des Zentrums für Studien zur Gesundheit der Arbeiter und Humanökologie der ENSP ("Centro de Estudos da Saúde do Trabalhador e Ecologia Humana da ENSP") und nun gegen den Umweltingenieurwissenschaftler Alexandre Pessoa Dias, Forschungsprofessor des Lehr- und Ausbildungslaboratoriums zur Gesundheitskontrolle ("Laboratório de Educação Profissional em Vigilância em Saúde da EPSJV"). Neben diesen beiden Klagen wurde auch die Biologin Mônica Lima von der Uniklinik Hospital Universitário Pedro Ernesto da UERJ und Mitglied des Direktoriums der Gewerkschaft der Arbeiter der Landesuniversitäten von Rio ("Sindicato dos Trabalhadores das Universidades Públicas Estaduais do RJ - Sintuperj“) mit gleicher Anklage konfrontiert. Die beiden letzten Klagen wurden erhoben, nachdem die Studie zu den Gesundheitsauswirkungen des Stahlwerkbetriebs in Santa Cruz von der FIOCRUZ vorgestellt wurde ("Avaliação dos impactos socioambientais e de saúde em Santa Cruz decorrentes da instalação e operação da empresa TKCSA", - LINK: http://www.epsjv.fiocruz.br/upload/d/Relatorio_TKCSA_completo.pdf ). Die Studie verfolgt das Ziel, die technisch-wissenschaftlichen Grundlagen und vorhandenen Daten in Bezug auf die Gesundheits- und Umweltauswirkungen zu bewerten und dergestalt die künftigen Arbeitsschritte der FIOCRUZ in der Problemanalyse des Falls zu planen, ebenso wie die Unterstützung zur Einsetzung von Politiken und Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit der Bevölkerung einzuleiten.

Die Fallstudie TKCSA ist im Hinblick auf die Umweltschäden, die Gesundheit und ihrer sozialen Umgebungen von enormer Bedeutung, außerdem verweist sie auf die dringend gebotene Notwendigkeit, die Gesundheitsrisiken zu bewerten, die sich - auf Basis der von der Weltgesundheitsorganisation WHO festgelegten Maßstäben - ergeben würden, wenn die weiteren an der Bucht von Sepetiba geplanten großen Werke oder aber auch an anderer Stelle in Brasilien realisiert werden.

Die Gewerkschaft der Angestellten der Stiftung Oswaldo Cruz ("Associação dos Servidores da Fundação Oswaldo Cruz - Asfoc“) hatte ihre Position bereits in der Oktoberausgabe dieses Jahres in der Gewerkschaftszeitung dargelegt, dass sie das feige Handeln der TKCSA scharf zurückweist und sich klar für die unbeugsame Verteidigung der involvierten Mitarbeiter einsetzt, da diese als Angestellte des Öffentlichen Dienstes ihre Pflicht erfüllen, indem sie solidarisch die Gesundheit der betroffenen Bevölkerung verteidigen und außerdem die betreffende Studie auf Anfrage ihrer Institution - der FIOCRUZ - erstellt wurde. Wir erklären auch aus den selben Gründen unsere vollständige Solidarität mit der Kollegin Mônica Lima.

Laut der von der Präsidentschaft der FIOCRUZ versandten Mitteilung wird die betreffende Studie die Maßnahmen der Institution in Bezug auf die Auswirkungen der TKCSA mitbestimmen, indem sie Referenzpunkt für die Stiftung sein wird, um den Stahlwerkkomplex zu untersuchen. Laut der Präsidentschaft der FIOCRUZ spricht diese Studie vor dem Hintergrund weitreichender sozialer und Umwelttragweiten Empfehlungen für die kommenden Maßnahmen der FIOCRUZ aus und schlägt die Bildung einer Arbeitsgruppe in der Institution vor, die die Ergebnisse der "Mission nach Santa Cruz" weitertragen und in konkreten und für die Gesundheit der lokalen Bevölkerung effektiven Maßnahmen münden sollen. In diesem Sinne fordern wir von der FIOCRUZ die unnachgiebige Verteidigung der betroffenen Mitarbeiter, indem das Recht auf Information und Kommunikation in Fragen der Gesundheit verteidigt wird, ebenso wie die Freiheit und technische und wissenschaftliche Arbeitsautonomie verteidigt werden muss. Wir rufen alle Arbeiter und Forscher der Stiftung auf, sich diesem Kampf um das Recht auf freie wissenschaftliche Äußerung, das durch die Aktionen der TKCSA angegriffen wird, anzuschliessen.

Gewerkschaft der Arbeiter der Stiftung Oswaldo Cruz - Asfoc-SN - FIOCRUZ ("Sindicato dos Trabalhadores da Fundação Oswaldo Cruz | Asfoc-SN | FIOCRUZ")

Pressekoordination: Jesuan Xavier
http://www.asfoc.fiocruz.br/
jornalismo@asfoc.fiocruz.br
tel: (21) 2598-4231

Quelle:
http://www.asfoc.fiocruz.br/publi/comunicados/2011/out-26a.htm

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Übersetzung: Christian Russau

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