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Brasilien: 2011 leichte Entspannung bei Lebensmittelspreisen

Brasília. Lebensmittel sind 2011 in Brasilien um gut sieben Prozent teurer geworden. Damit ist der Anstieg für einen Durchschnittshaushalt etwas geringer ausgefallen als im Vorjahr. 2010 waren die Preise für Nahrungsmittel noch um mehr als zehn Prozent gestiegen. Die Zahlen gehen aus den neuesten Berechnungen des brasilianischen Instituts für Geographie und Statistik (IBGE) hervor, die in der vergangenen Woche veröffentlicht wurden. Demnach stiegen die Lebensmittelspreise 2011 für den Durchschnittshaushalt um 7,18 Prozent nach 10,39 Prozent im Vorjahr.


Dabei fielen die Ausgaben für Nahrungsmittel, die außer Haus konsumiert wurden, mit einem Anstieg von 10,49 Prozent im Jahr 2011 höher aus als noch im Jahr 2010 mit 9,81 Prozent. Zu Hause konsumierte Lebensmittel stiegen 2011 hingegen nur um 5,43 Prozent, nachdem 2010 noch ein Anstieg von 10,7 Prozent verzeichnet worden war. Laut IBGE-Angaben gab der brasilianische Durchschnittshaushalt 23,46 Prozent des verfügbaren Einkommens für Lebensmittel aus.

Laut neuesten Zahlen der Stiftung Getúlio Vargas (FGV), über die das Portal ig berichtet, geben die ärmsten Haushalte in Brasilien 40 Prozent ihres Einkommens für Lebensmittel aus. Der Wirtschaftswissenschaftler der Stiftung FGV, André Braz, wies auf deutliche Kostensteigerungen bei Lebensmitteln Ende vergangenen Jahres hin. So habe sich der durchschnittliche Preisanstieg bei Nahrungsmitteln von November bis Dezember 2011 verdoppelt (von 0,5 auf 1 Prozent). Während Rindfleisch sich im Dezember im Vergleich auf Jahresbasis um 3,63 Prozent (Vormonat 2,51 Prozent) verteuerte, verzeichneten Geflügel und Eier einen Anstieg von 2,56 Prozent (Vormonat 0,85 Prozent). Die Hauptnahrungsmittel Reis und Bohnen verteuerten sich im Dezember im Jahresvergleich um 3,59 Prozent, nachdem die Vormonatszahlen aus dem November laut FGV-Zahlen noch einen Preisrückgang um 1 Prozent angedeutet hatten.

Die Inflation in Brasilien lag im Jahr 2011 nach jüngsten Berechnungen der Zentralbank bei 6,5 Prozent.

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