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Die CPT (=Landpastoralkommission) wird diese Woche die Landkonfliktbroschüre 2018 veröffentlichen

Am kommenden Freitag, den 12. April 2019, wird die Landpastoralkommission (CPT) ihre jährliche Veröffentlichung „Landkonflikte in Brasilien 2018“ lancieren.
Die CPT (=Landpastoralkommission) wird diese Woche die Landkonfliktbroschüre 2018 veröffentlichen

Foto: Thomas Bauer

Quelle: Thomas Bauer

Es ist die 34. Ausgabe des Berichts, in der Daten zu Konflikten und Gewalt gegen Landarbeiter und Landarbeiterinnen der ländlichen Regionen Brasiliens, einschließlich indigener Völker, Quilombolas und anderer traditioneller Völker systematisch gesammelt sind.

Die Veröffentlichung der Publikation findet um 14:30 Uhr im Sitz der Nationalen Bischofskonferenz der Bischöfe Brasiliens (CNBB) in Brasília (DF) statt. An der Veranstaltung werden der CPT-Präsident Bischof André de Witte, Vizepräsident José Ionilton, beides Mitglieder der nationalen Koordination der CPT sowie Antônio Canuto, Journalist und Mitarbeiter der CPT, und Diana Aguiar, PhD für Stadt- und Regionalplanung an der Bundesuniversität Rio de Janeiro (UFRJ) und Mitglied der National Advisory Group (GNA) der FASE (Federation of Organs for Social and Educational Assistance) sowie Bischof Leonardo Steiner, Generalsekretär der CNBB, und Márcia Palhano, Mitarbeiterin der CPT im Bundestaat Maranhão sowie die Bäuerin Eulina da Silva der Gemeinde Gabriel Filho in Palmeirante (TO), die im April 2018 vertrieben wurde, teilnehmen.

Die Wasserkonflikte 2018 haben einen neuen Rekord aufgestellt und die Anzahl der Familien, die in Landkonflikte vertrieben wurden, hat sich erhöht.

Aus dem Bericht geht hervor, dass 2018 das Jahr mit den meisten Wasserkonflikten war, seit die CPT im Jahr 2002 begonnen hat, Land- und Wasserkonflikten getrennt zu registrieren (276). 73.693 Familien sind von diesen 276 Konflikten um Wasser betroffen. 85% von ihnen stammen aus traditionellen Gemeinschaften. Die Anzahl der Konflikte ist um 40% höher als im Jahr 2017. Die der betroffenen Familien um 108% gestiegen.

2.307 Familien wurden aus ihren Gebieten vertrieben. Diese Zahl liegt 59% über der von 2017. Für die CPT gilt als Vertreibung, wenn die Familien ohne richterliche Anordnung vertrieben werde oder zu einer Räumung kommt.  In diesen Fällen handelt es sich in der Regel um Grossgrundbesitzer, Firmenbesitzer und den angeblichen Eigentümer, der die Familien eigenständig verdrängt. Hauptsächlich durch Druck von Jagunços (angeheuerte Killer) und oft unter illegaler Beteiligung der Polizei. Die Vertreibungen finden größtenteils in Gebieten statt, wo Großfarmer sich Staatsland illegal aneignen.

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Veröffentlichung:

Konfliktbroschüre “Landkonflikte in Brasilien 2018”

Wann: 12 April (Freitag), ab 14:30 Uhr (brasilianischer Zeit).

Wo: Nationale Bischofskonferenz (CNBB) – SGAN 905 Bloco C – Asa Norte, Brasília (DF).

Informationen:

Cristiane Passos (62) 4008-6406 / 99268-6837

Elvis Marques – (62) 4008-6414 / 99413-0298

Mário Manzi – (62) 4008-6412