Artikel zu Großprojekte

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Umweltamt Ibama erteilt Lizenz für Belo Monte und Amnesty International kritisiert Brasília

<strong>Brasília.</strong> Das brasilianische Bundesumweltamt Ibama hat Ende Mai die definitive Baulizenz für das umstrittene Staudammprojekt Belo Monte am Rio Xingu im amazonischen Bundesstaat Pará erteilt, obwohl von den in der urprünglichen Genehmigung als Vorbedingung für den Baubeginn genannten 40 Auflagen elf nicht erfüllt wurden. Dies berichtet die brasilianische Tageszeitung O Globo in <a href="http://oglobo.globo.com/economia/mat/2011/06/02/belo-monte-11-das-40-exigencias-para-instalacao-hidreletrica-nao-foram-cumpridas-dizem-tecnicos-do-ibama-924604287.asp">ihrer Freitagausgabe</a> unter Berufung auf einen Bericht der Fachleute aus dem Umweltamt selbst. Damit wurde mehr als ein Viertel der Auflagen nicht erfüllt. Das Umweltamt Ibama reagierte auf die Vorwürfe und betonte, dass jede Auflage in der entsprechenden Bauphase erfüllt werde.
| von Christian Russau
Umweltbehörde suspendiert Genehmigungsverfahren für das Wasserkraftwerk São Luiz do Tapajós

Umweltbehörde suspendiert Genehmigungsverfahren für das Wasserkraftwerk São Luiz do Tapajós

Vorerst ist São Luiz do Tapajós gestoppt. Neben des Kampfes der Munduruku und anderer Akteure dürfte das aber vor allem auch mit der heftigen politischen und ökonomischen Krise in Brasilien zusammen hängen.
| von Christoph Hess
Umweltpolitik in Brasilien: Bilanz und Ausblick

Umweltpolitik in Brasilien: Bilanz und Ausblick

Die größte Biodiversität und Frischwasserreserven der Welt, fünf verschiedene komplexe Biome und unzählige Ökosysteme – Brasilien verfügt über eine einzigartige Naturlandschaft. Und die Natur Brasiliens beherbergt nicht nur Tiere und Pflanzen, sondern auch Millionen von Menschen die von ihr und ihren Ökosystemleistungen direkt oder indirekt abhängig sind.
| von Christoph Hess
Unterschriften-Liste für die Kündigung des deutsch-brasilianischen Atomabkommens im Jahr 2014!

Unterschriften-Liste für die Kündigung des deutsch-brasilianischen Atomabkommens im Jahr 2014!

Wir bitte Euch um Euer Mitzeichnen der Unterschriftenliste an die Regierungen von Deutschland und Brasilien, in der wir die Kündigung des deutsch-brasilianischen Atomabkommens fordern. Dieses Abkommen jährt sich demnächst zum 40. Mal. Brasilien braucht keine Atomenergie! Es ist höchste Zeit, dass BrasilianerInnen und Deutsche zu der „friedlichen Atomkooperation“ endlich „Es reicht!“ sagen!
| von Articulação Antinuclear Brasileira, Coalizão por um Brasil Livre de Usinas Nucleares und deutsche PartnerInnenorganisationen

Vale über TKCSA: "Niemand will ThyssenKrupp-Stahlwerkanteil kaufen"

<strong>Rio de Janeiro.</strong> Auf der gestrigen Aktionärsversammlung des brasilianischen Bergbaukonzerns Vale in Rio de Janeiro haben Vertreter von Nicht-Regierungsorganisationen, die sich Aktien des Konzerns gekauft haben, um Rede- und Stimmrecht auf der Jahreshauptversammlung zu erlangen, gegen die Praktiken des Konzerns protestiert und dabei die Konzernleitung auch nach der Vale-Beteiligung von rund 27 Prozent an dem umstrittenen Stahlwerk TKCSA von ThyssenKrupp gefragt. Laut einem Bericht des <a href="http://www.xinguvivo.org.br/2012/04/18/em-dia-de-protestos-contra-a-vale-afetados-lancam-relatorio-de-insustentabilidade-da-empresa/">Portals Xingu Vivo</a> pflichtete dabei der Generaldirektor der Vale, Clovis Torres, der Kritik am Stahlwerk bei. "Wir sind nicht einverstanden mit ihrer [TKCSA] Politik", sagte Torres, angesprochen auf die Fragen nach Umweltverschmutzungen des Stahlwerks. "Aber wir haben nicht die ausübende Macht des Managements, wir sind nur Minderheitseigner", soll Clovis Torres laut dem Bericht bei Xingu Vivo gesagt haben. "Wir pflichten euch bei", sagte Torres demnach zu den kritischen Aktionären aus Umweltgruppen und sozialen Bewegungen. Auf die Nachfrage, warum sich dann Vale nicht aus dem Gemeinschaftsunternehmen zurückziehe, erläuterte Torres laut Xingu Vivo, dass das Problem sei, niemand wolle diese Anteile kaufen, so das <a href="http://www.xinguvivo.org.br/2012/04/18/em-dia-de-protestos-contra-a-vale-afetados-lancam-relatorio-de-insustentabilidade-da-empresa/">Portal</a>.
| von Christian Russau

Verfassungsgerichtsklage gegen Angra 3 in Brasília und Proteste gegen Hermesbürgschaft in Berlin

<strong>Brasília/Berlin.</strong> Die brasilianische Anwaltsvereinigung Ordem dos Advogados do Brasil (OAB) erklärte am 4. Juli, dass sie gegen den Bau des umstrittenen Atomkraftwerkes Angra 3 bei Rio de Janeiro vor dem Obersten Gerichtshof Supremo Tribunal Federal (STF) Klage einreichen werde. Dies berichtet die Tageszeitung Diário do Vale in ihrer <a href="http://diariodovale.uol.com.br/noticias/1,42838,OAB%20quer%20impedir%20construcao%20de%20Angra%203.html#axzz1RJsYLZ1b">Internetausgabe vom 5. Juli</a> . Demnach plane die OAB eine Verfassungsklage wegen Nichtbefolgung einer grundlegenden Verfassungsbestimmung ("Arguição de Descumprimento de Preceito Fundamental" - im Portugiesischen auch oft als ADPF abgekürzt).
| von Christian Russau