Artikel zu Bergbau

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Indigene und Landrechte - Januar 2022

Indigene und Landrechte - Januar 2022

Das Schwerpunktthema dieses Dossiers ist die Mobilisierung für einen Indigenen Zensus 2022. Die Volkszählung ist von Bedeutung, da die daraus resultierenden Daten über die brasilianische Bevölkerung die Grundlage für politische Programme, Statistik und Entscheidungen darstelllen. Indigene Sprecher*innen kämpfen für eine Neuerfassung der brasilianischen Bevölkerungsstatistik und Selbstdeklaration im Jahr 2022. Sie zweifeln die bisherige Datengrundlage als nicht der Realität entsprechend an. Indigene, die außerhalb der traditionellen Territorien in urbanen Räumen leben, seien extrem unterrepräsentiert. Außerdem werden die aktuell fünf Hautfarben-Kategorien als ein Trick der Kolonialisator*innen eingestuft, der die Gruppe der Schwarzen und Indigenen minimiere und damit ihre Bewegungen gezielt spalte und schwäche.
| von Uta Grunert
Indigene und Landrechte – Dezember 2025

Indigene und Landrechte – Dezember 2025

„Wir sind keine Opferzone!“ - Indigene Mobilisierungen in Belém und die Ausweitung des Bergbaus auf traditionelle Territorien in Bahia Dieses Dossier basiert auf der Brasilienreise der KoBra im Jahr 2025 , die zunächst nach Belém führte, um die zivilgesellschaftlichen und insbesondere indigenen Mobilisierungen rund um die COP 30 zu begleiten. Aktionen wie die Barqueata, die Munduruku Blockade vor der Blue Zone und die Cúpula dos Povos machten die wachsenden Spannungen zwischen internationalem Klimadiskurs und territorialen Realitäten sichtbar. Im Anschluss reiste die KoBra weiter nach Bahia, um im Rahmen einer Mission des Conselho Nacional de Direitos Humanos (CNDH) die Ausweitung des Bergbaus und Windkraftanlagen auf traditionelle Territorien zu dokumentieren. Die Berichte der betroffenen Gemeinschaften zeigen, wie extraktive Projekte Wasserquellen gefährden, soziale Strukturen zerstören und neue Opferzonen der Energiewende schaffen. Das Dossier argumentiert, dass Klimagerechtigkeit ohne territoriale Gerechtigkeit nicht erreichbar ist, und formuliert Empfehlungen an brasilianische, deutsche und europäische Entscheidungsträger*innen.
| von vini.mendes@kooperation-brasilien.org
Karavane lateinamerikanischer Bergbau-Betroffener berichtet über Menschenrechtsverletzungen in Lieferketten

Karavane lateinamerikanischer Bergbau-Betroffener berichtet über Menschenrechtsverletzungen in Lieferketten

Unter dem Dach Iglesias y Minería haben sich Bergbau-Betroffene aus Brasilien, Ecuador, Kolumbien und Honduras zu einer Karavane zusammengeschlossen. Mit den Berichten aus ihren Ländern touren die zehn Mitglieder durch fünf Länder Europas und fordern die Einhaltung von Sorgfaltspflichten innerhalb von Lieferketten ein. Ihr Appell richtet sich an Finanzgeber für Bergbauprojekte wie die Deutsche Bank und andere. Auftakt der Reise war eine Veranstaltung im Allerweltshaus Köln.
| von Uta Grunert
Neue Fiocruz-Studie: Quecksilber bedroht die Gesundheit der Munduruku

Neue Fiocruz-Studie: Quecksilber bedroht die Gesundheit der Munduruku

Ende September hielten die Munduruku in der Terra Indígena Sawré Myubu im Bundesstaat Pará eine Versammlung ab, auf der auch Forscher:innen der staatlichen Gesundheitsbehörde Fiocruz anwesend waren und die die Auswertung der Ergebnisse der 2019 durchgeführten Untersuchung der Quecksilberkontamination der Munduruku-Bevölkerung erstmals den Betroffenen vorstellten. Die Ergebnisse sind schockierend.
| von Christian.russau@fdcl.org