Artikel zu
Landkonflikte und Umwelt
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Neue Auswertungen und neue Studie zu Agrarchemikalien in Brasilien
Repórter Brasil hat eine Auswertung der neuesten Daten des brasilianischen Gesundheitsministeriums vorgenommen und einen Anstieg bei Vergiftungen in Höhe von 84% im Vergleich zu 2015 festgestellt. Zugleich gab es einen neuen Rekord bei der Zulassung und Vermarktung von Pestiziden: Allein im Jahr 2025 gab es laut der Repórter Brasil-Auswertung der Daten des Bundesministeriums für Landwirtschaft und Viehzucht 914 neue Registrierungen von Pestiziden. Und eine neue Studie des Komitees der Campanha Permanente contra os Agrotóxicos e pela Vida in Dourados im Bundesstaat Mato Grosso do Sul und der Fundação Oswaldo Cruz aus dem Bundesstaat Ceará in Kooperation mit der Bundesuniversität von Grande Dourados kommt zu erschreckenden Ergebnissen bei den Auswirkungen der Pestizidbelastung auf indigene und bäuerliche Gemeinschaften in Mato Grosso do Sul.
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Christian.russau@fdcl.org
Oberster Justizgerichtshof STF verurteilt Staudammbetreiber von Jirau und Santo Antônio zur Entschädigung der Kleinfischerinnen und -fischer
In erster Instanz war die Klage noch abgewiesen worden, da ein Gutachten keinen kausalen Zusammenhang zwischen den Staudammprojekten und möglichen Schäden für die Fischerei sehen wollte. Die 3. Kammer des Obersten Justizgerichtshofs STJ hat jedoch am Dienstag (03.03.2026) entschieden, dass das Recht auf Entschädigung auf der Grundlage der Vermutung eines Umweltschadens bestehe und somit dass die Auswirkungen der Wasserkraftwerke die Zahlung einer Entschädigung auch ohne konkrete individuelle Kausalbeweise rechtfertigen würde.
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Christian.russau@fdcl.org
Indigener Protest am Tapajós erfolgreich!
Indigener Protest am Tapajós zwingt die brasilianische Bundesregierung zur Rücknahme des Dekrets 12.600/2025, das der Privatisierung drei amazonischer Flüsse - Tapajós, Madeira und Tocantins - den Weg ebenen sollte.
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Christian.russau@fdcl.org
Bundesjustiz: Staudamm Santo Antônio verletzt Indigene Rechte
Bundesgericht in Rondônia sieht Mängel und Verzögerungen bei der Umsetzung der Kompensationsmaßnahmen in Bezug auf indigene Völker durch Staudamm Santo Antônio. Betroffene Indigene Völker müssen konsultiert werden.
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Christian.russau@fdcl.org
Tapajós-Fluss erneut im Fokus: Entwicklungsversprechen und Rechtsverletzungen
Baggern und Privatisieren für die Tapajós-Vertiefung löst massiven Protest von 14 Indigenen Völkern an Soja-Export-Terminal in Santarém aus.
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Christian.russau@fdcl.org
Indigenendachverband APIB veröffentlicht politische Erklärung gegen das EU-MERCOSUR-Freihandelsabkommen
KoBra dokumentiert in deutschsprachiger Übersetzung die politische Erklärung des Indigenendachverband APIB gegen das EU-MERCOSUR-Freihandelsabkommen.
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Christian.russau@fdcl.org
CPT und CPP: Verteidigungsschrift für den Rio Tapajós
Am 29. Januar dieses Jahres haben die Comissão Pastoral da Terra (CPT) und der Conselho Pastoral dos Pescadores e Pescadoras (CPP) des Erzbistum Santarém sich in einer Verteidigungsschrift für den Rio Tapajós ausgesprochen und das Dekret 12.600/25 vehement abgelehnt, da es "den Weg freimacht für private Konzessionen und Auktionen, was direkt die Territorien von Indigenen und flussanwohnenden Ribeirinhos beeinträchtigen" werde. All dies geschehe zudem ohne irgendeine vorherige Konsultation der traditionellen Gemeinschaften.
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Christian.russau@fdcl.org
Das Land denen, die es bearbeiten
Runde 34.000 Hektar Land für 2.000 MST-Familien in Paraná im Rahmen der Agrarreform.
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Christian.russau@fdcl.org
Verfassungsklage gegen neue Umweltgesetzgebung beim Obersten Gerichtshof STF eingereicht
Im vergangenen Jahr hatten die beiden Kammern des brasilianischen Nationalkongresses infolge des Gesetzesentwurf 2159/2021, der seit 2004 im Kongress diskutiert wurde, diesen als Gesetz 15.190/2025 (das sogenannte Allgemeine Gesetz zur Umweltgenehmigung) verabschiedet. Die auf einige Punkte sich beziehenden Vetos des Präsidenten Lula wurden vom Kongress gekippt, sodass es im November vergangenen Jahres zur Verabschiedung des Gesetzes 15.300/2025 kam, welches das Allgemeine Gesetz ergänzt, indem es u.a. Regeln für die LAE (Spezielle Umweltgenehmigung) festlegt. Nun haben die Partei PSOL zusammen mit dem Indigenendachverband APIB und unterstützt von einer Reihe von Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen Klage wegen Verfassungswidrigkeit eingereicht.
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Christian.russau@fdcl.org
Neue Studie: Entwaldung hat schon jetzt zu einem deutlichen Rückgang der Niederschläge im Süden Amazoniens geführt
Eine neue Studie konstatiert einen deutlichen Rückgang der Niederschläge im südlichen Amazonasbecken. Der Untersuchung zufolge handelt es sich um einen Rückgang der jährlichen Niederschläge um 8–11 Prozent. Dies hänge "zu 52–72 Prozent mit der weit verbreiteten Entwaldung im südlichen Becken und in den windzugewandten Regionen Südamerikas zusammen". Die Studie, veröffentlicht in Nature, konstatiert, dass die Entwaldung die aus dem Wald stammende Feuchtigkeit erheblich reduziere und dergestalt letztlich zu einem deutlichen Rückgang der Niederschläge führe. Zudem stellten die Autor:innen fest, dass Klimamodelle die Empfindlichkeit der Niederschläge gegenüber Entwaldung erheblich unterschätzten, "was bedeutet, dass der Amazonas-Regenwald viel früher als bisher angenommen von einem erheblichen Verlust bedroht ist", so die Autor:innen.
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Christian.russau@fdcl.org
