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Landkonflikte und Umwelt
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Ausbaggerungsarbeiten im Tapajós-Fluss durch brasilianischen Bundesrechnungshof TCU doch wieder gestoppt
Mit der Entscheidung des brasilianischen Bundesrechnungshof TCU wird die vor wenigen Tagen getroffene Entscheidung der Landesumweltbehörde von Para, SEMAS, wieder aufgehoben.
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Christian.russau@fdcl.org
Ausbaggerung des Tapajós-Flusses durch Landesumweltbehörde von Pará doch wieder erlaubt
Landesumweltbehörde von Pará SEMAS gibt Aushubarbeiten am Tapajós-Fluss zwischen Santarém und Itaituba im Westen von Pará auf Antrag der Nationalen Behörde für Verkehrsinfrastruktur DNIT wieder frei, obwohl Brasília Mitte Februar als Reaktion auf die wochenlangen Proteste und Bockaden hunderter Indigener vom Tapajós-Fluss das entsprechende Dekret zurückgenommen hatte.
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Christian.russau@fdcl.org
Meilenstein für die Rechte traditioneller Völker und Gemeinschaften: Verordnung zum Nationalplan für die nachhaltige Entwicklung traditioneller Völker und Gemeinschaften (PDPCT) erlassen
Regierung und Zivilgesellschaft erklären die am 10. Juni in Anwesenheit von Präsident Lula von den Ministerien für Umwelt und Klimawandel, für ethnische Gleichstellung und für Agrarentwicklung und Familienlandwirtschaft unterzeichnete Verordnung zur Inkraftsetzung des Nationalplans für die nachhaltige Entwicklung traditioneller Völker und Gemeinschaften (PDPCT) als Meilenstein. Dennoch stehen laut Zivilgesellschaft noch große Herausforderungen an.
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Christian.russau@fdcl.org
Liberalisierung macht's möglich: Agrargifte weiter auf dem Vormarsch in Brasilien
Zweieinhalb Jahre nach Verabschiedung des sog. "Pacote do veneno" ("das Giftpaket") ziehen zwei neue Analysen eine kritische Bilanz der Liberalisierung und Ausweitung des Einsatzes von Agrarchemikalien in Brasilien.
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Christian.russau@fdcl.org
Fraport-Flughafen Fortaleza: Öffentliche Zivilklage der Bundes- und Landesstaatsanwaltschaft gegen Unternehmen und Behörden
Die brasilianische Bundesstaatsanwaltschaft MPF und die Landesstaatsanwaltschaft des Bundesstaates Ceará MPCE haben am 9. Juni 2026 vor dem zuständigen Bundesgericht von Ceará eine öffentliche Zivilklage eingereicht, um Unternehmen und Behörden für die Rodung von 50,72 Hektar Atlantischem Regenwald auf dem Flughafengelände des Internationalen Flughafens Pinto Martins in Fortaleza, Bundesstaat Ceará, zur Verantwortung zu ziehen. Die Beklagten sind: Fraport Brasil S.A., Aerotrópolis Empreendimentos S.A., die landesstaatliche Umweltbehörde Semace, die Nationale Zivilluftfahrtbehörde (ANAC), die Brasilianische Flughafeninfrastrukturgesellschaft (Infraero) und die Bundesebene.
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Christian.russau@fdcl.org
Brasiliens Bergbaubehörde ANM stellt Vor-Ort-Inspektionen der Bergaufsicht für dieses Jahr ein
Brasiliens Bergbaubehörde ANM leistet Offenbarungseid wegen Haushaltsmittelkürzung und stellt Vor-Ort-Inspektionen der Bergaufsicht ein: Gefahr für Sicherheit von Dämmen und Tailings, aber auch potentiell massive Haftungsrisiken für den gesamten ESG-Bereich.
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Christian.russau@fdcl.org
Weiter Streit um Asphaltierung der Bundesstraße BR-319 zwischen Manaus und Porto Velho
Während Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva die Asphaltierung der Bundesstraße BR-319 zwischen Manaus und Porto Velho mittels sogenannter robuster Umweltüberwachung als "umweltfreundlichste der Welt" deklariert, kritisieren Nichtregierungsorganisationen wie das Observatório die Maßnahme.
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Christian.russau@fdcl.org
Zehn Jahre Betrieb von Belo Monte: Sterbende Fischpopulationen und viel Streit ums Wasser
2016 ging die erste Turbine von Belo Monte in Betrieb. Anläßlich dieses Datums ist "Belo Monte" wieder in den Medien - und schneidet in der Beurteilung auch in den Medien gar nicht gut ab.
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Christian.russau@fdcl.org
Neue Studie: Staatliche Operationen zur Zerschlagung des illegalen Goldabbaus in indigenem Territorium der Munduruku sind "relevant", aber noch immer "unzureichend"
Forscher:innen des Instituts Mãe Crioula haben in Zusammenarbeit mit der Staatsuniversität von Pará Uepa eine neue Studie zum Vorgehen des brasilianischen Staates gegen illegalen Goldabbau im Indigenen Territorium Munduruku im Südwesten des Bundesstaates Pará veröffentlicht. Demnach hätten die staatlichen Operationen zur Zerschlagung des Netzwerkes illegalen Goldabbaus "die räumlichen Strukturen des illegalen Goldabbaus nicht strukturell zerschlagen, da sich diese dank bereits etablierter logistischer, finanzieller und politischer Netzwerke rasch neu organisieren". Dem Bericht zufolge "gehen die staatlichen Maßnahmen, anstatt die wirtschaftlichen und territorialen Grundlagen der Illegalität anzugehen", eine Strategie ein, die "vorwiegend auf Repression ausgerichtet ist, ohne die strukturellen Bedingungen, die den illegalen Goldabbau stützen, angemessen zu bekämpfen".
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Christian.russau@fdcl.org
Fraport-Flughafen in Fortaleza erneut in der Kritik: Laut Ibama illegale Rodungen - und Starkregen setzt Anwohner:innengemeinde am Flughafen unter Wasser
Auf dem Fraport-Gelände des Flughafens Pinto Martins in Fortaleza, Ceará, Brasilien, kam es laut der brasilianischen Bundesumweltbehörde IBAMA im vergangenen Jahr zu illegalen Rodungen von insgesamt über 60 Hektar „fortgeschrittenen geschützten Atlantischen Regenwalds“ auch innerhalb eines staatlich anerkannten permanenten Schutzgebietes. Die entsprechenden Gerichtsprozesse laufen derzeit noch in verschiedenen Instanzen. Im April dieses Jahres kam es in Fortaleza zudem zu sehr starken Regenfällen, die dazu geführt haben, dass Schlammwässer von den zuvor gerodeten Flächen mehrere Mauern auf dem Gelände niederrissen und die angrenzend Ortschaft Vila Gomes flutete und dort Hab und Gut der dortigen Bewohner:innen in Mitleidenschaft zogen. Berichten zufolge sind Dutzende Familien nun mit Vertreibung, materiellen Verlusten und ernsthaften Gesundheitsrisiken konfrontiert. Die Anwohner:innen haben deshalb begonnen, sich zu wehren. Sie organisierten u.a. eine Protestaktion vor der Baustelle und blockierten die Bundesstraße BR-116, um sofortiges Handeln und Rechenschaft zu fordern. Um den Schutz der Rechte der Anwohner:innen auch von Deutschland aus zu unterstützen und einzufordern, hat der Dachverband der Kritischen Aktionär:innen auf der Hauptversammlung der Fraport AG diese Themen angesprochen und Nachfragen gestellt. KoBra dokumentiert hier die Rede.
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