Você está aqui: Página Inicial Publicações Brasilicum 248 | Eleições, Raiva, Resistência
Ações do documento

248 | Eleições, Raiva, Resistência

... e o novo poder do agronegócio
248 | Eleições, Raiva, Resistência

Eleições, Raiva, Resistência

Encomenda única: 5€ (mais taxa de entrega de 1,5€) | PDF 5 €

Encomendar agora

Faça sua assinatura e apoie o trabalho de formação política do KoBra

 

Conteúdo:

  • Tudo Agro? O novo poder - Thomas Fatheuer
  • Ausgepresst:Esprimido: Suc de laranja do Brasil - Sandra Dusch
  • Autoridades estendem conflitos de terra - Mario Schenk
  • Direitos das companesas e companêses são
    para tod@s - Wolfgang Hees
  • Presacadores lutam contra eukalyptus - Igor B. Batista, Thomas Bauer, Christian Russau
  • Semeando, colhendo e compartilhando - Um projeto do círculo de ação - Pater Beda - Theresa Rottmann
  • O espectro do "neo-golpismo" -Patricia Rangel
  • A solidariedade entre nós - Silvio Caccia Bava
  • Luta contra a criminalização - Uta Grunert
  • Nem sempre tem que ser pelos partidos - Nils Brock
  • Um fascista é um fascista é um fascista -Thomas Fatheuer und Christian Russau
  • Até a última gota - Fabian Kern
  • Arte política - arquivo de torrão - Uta Grunert

 

Editorial

Im Januar trafen sich einige aktive Schreiber*innen des Brasilicums bei der Klausurtagung der Kooperation Brasilien. Dort fiel schnell das Wort „Schicksalsjahr 2018“. Nur wenige Tage vor dem Treffen war der ehemalige Präsident Lula da Silva in zweiter Instanz zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Gerade hat der derzeit amtierende Präsident Michel Temer angekündigt, das Militär nach Rio de Janeiro zu schicken, um dort für Ordnung zu sorgen. Der General Vilas Boas fordert angesichts des Einsatzes am Zuckerhut, dass eine Wahrheitskommission, die den Einsatz im Nachhinein untersuchen könnte, von vorn herein ausgeschlossen wird. Von Menschenrechten wollen die Militärs also offensichtlich nicht am Töten oder Foltern gehindert werden.

Angesichts dieser sich immer weiter zuspitzenden Situation fragen sich immer mehr Menschen, ob es Ende 2018 überhaupt zu freien Wahlen kommen wird. Ganz unabhängig davon, ob der derzeit in den Umfragen aussichtsreichste Kandidat, Ex-Präsident Lula da Silva, auf Grund seiner Verurteilung überhaupt kandidieren darf. Während in Brasilien die Lage weiter eskaliert, verringern Institutionen und Nicht-Regierungsorganisation in Deutschland ihr Engagment in Brasilien. Der Fokus liegt nun auf Grund der Flüchtlingsdebatte auf dem Mittleren-Osten und Nordafrika. Um so wichtiger ist es daher, dass wir weiterhin ein waches Auge auf die Entwicklungen in Brasilien haben und uns gegenseitig auf dem Laufenden halten. Trotz oder gerade wegen der Informationsflut und den manigfaltigen Möglichkeiten der modernen Kommunikation sind face-to-face Treffen immer wichtiger, um gemeinsam Strategien zu entwickeln und Analysen zu debattieren.

Dieses Heft ist gleichzeitig auch der Tagungsreader für die Frühjahrstagung der Kooperation Brasilien, die zwischen dem 13. und dem 15. April in Köln stattfindet. Das Heft und die Tagung teilen sich den selben Titel und sind auch inhaltlich aneinander angelehnt.

Zunächst beschäftigen wir uns mit der neuen Macht des Agro-Buisness in Brasilien. Unsere Autor*innen beleuchten die Arbeitsbedingungen auf den Orangensaftplantagen, analysieren die Rolle der Behörden bei Landkonflikten, debattieren Bauer*innen- Rechte auf internationalem Niveau und dokumentieren den Widerstand von Fischergemeinden gegen die Eukalyptusindustrie.

Im zweiten Teil des Hefts wenden wir uns den aktuellen politischen Geschehnissen in Brasilien zu. Silvio Caccia Bava von Le Monde Diplomatique Brasil berichtet beispielsweise von der erfolgreichen Crowdfunding Kampagne für die Zeitschrift. Ein weiterer Medienaktivist, der in diesem Heft zu Wort kommt ist Adriano Belisário, der von Nils Brock interviewt wird. Thomas Fatheuer und Christian Russau erklären, warum es legitim und notwendig ist, den in den Umfragen zu Präsidentschaftswahl zweitplatzierten Bolsonaro als das zu bezeichnen, was er ist. Ein Faschist!

Für die Bebilderung dieses Heftes gehen wir dieses Mal neue Wege. Anstatt uns bei den im Internet zahlreich verfügbaren Protestbildern zu bedienen, haben wir die Bilder der Ausstellung „Offenbarungen von Nhanderu“ über die Guaranì im Süden Brasiliens zur Illustrierung verwendet. Wir bedanken uns an dieser Stelle bei Paola Mallmann und Eugênio Barboza, die uns diese Ausstellung zur Verfügung gestellt haben. Eine Beschreibung der Ausstellung findet ihr auf Seite 17 in diesem Heft.

Viel Spaß bei der Lektüre wünscht euch
die Redaktion