Liebe Brasilien-Interessierte und KoBr@ Newsletterabonnentinnen,

während in Brasilien der heiße Wahlkampf startet, der im Oktober seinen spannenden Ausgang nehmen wird, halten wir ein paar aktuelle Infos für euch bereit.

Noch ist offen, wie die Wahl ausgehen wird, aber es ist klar, dass wir beim Runden Tisch Brasilien (13.-15.11. in Weimar) mit vielen brasilianischen Gästen den Wahlausgang analysieren werden: Brasilien nach der Wahl - Wer gestaltet die Zukunft? heißt die Tagung, deren Programm jetzt online steht und auf Deutsch und Portugiesich für euch verfügbar ist. Ebenso ist die Anmeldung zur Tagung jetzt offen (bis 30. Oktober).

Wir werden mit Vertreter*innen indigener und traditioneller Gemeinschaften anhand realer Fallbeispiele über Menschenrechtsverletzungen, Umweltzerstörung und den Widerstand der betroffenen Bevölkerung ein fiktives Tribunal Popular durchführen und uns über den Ausbau riesiger Rechenzentren informieren, die für lokale Fischereigemeinden eine große Bedrohung darstellen. 

Der Runde Tisch Brasilien wird von annähernd 20 Organisationen der internationalen Kooperation mit Brasilien gemeinsam durchgeführt. Er dient der Vernetzung und Information über Anliegen der Partner. Sei dabei und komm zum Runden Tisch Brasilien! 

In diesem Newsletter findet ihr außerdem ein paar neue Publikationen: Das neue KoBra-Dossier zur Politischen Konjunkturanalyse mit dem Schwerpunkt "Medieneinfluss im Wahljahr", ein neues Briefing von Thomas Fatheuer zu den schwierigen Zeiten der brasilianischen Klima- und Umweltpolitik und außerdem die aktuellen BrasilienNachrichten mit vielen spannenden Beiträgen. Aus Brasilien ergänzt der CIMI die Veröffentlichungen mit seinem jährlichen Report über die Verletzung von indigenen Rechten. 

Wir wünschen gute Lektüre und freuen uns über eure Anmeldungen zum Runden Tisch Brasilien

das KoBra Team

Newsletter Sammlung

Indigenenmissionsrat CIMI stellt Bericht zu Gewalt gegen Indigenen in Brasilien im Jahr 2025 vor und warnt vor juristischer Verschleppung der Verfassungsklärungen zu indigenen Landrechten.

Neuer Bericht zu Gewalt gegen Indigene in Brasilien und Vorwurf zu verschleppter Verfassungsklärung des grundlegenden Disputs um Indigenenrechte und Agro- und Bergbau-Wirtschaftsinteressen

Indigenenmissionsrat CIMI stellt Bericht zu Gewalt gegen Indigenen in Brasilien im Jahr 2025 vor und warnt vor juristischer Verschleppung der Verfassungsklärungen zu indigenen Landrechten.

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Schwerpunkt: Medieneinfluss im Wahlkampf 2026

Politike Konjunkturanalyse - Juli 2026

Schwerpunkt: Medieneinfluss im Wahlkampf 2026

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Veranstaltung: Stimmen aus dem Regenwald - Erfahrungen, Impressionen, Podiumsdiskussion

Während unserer Konferenz „Stimmen aus dem Regenwald” erwarten Sie ein Weltcafé, Kultur, Präsentation und eine Podiums-Diskussion. Indigene, Aktivist:innen und Forschende berichten aus erster Hand.

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KoBra dokumentiert das FDCL Briefing Nr.5 von Thomas Fatheuer

Nach der COP30 und vor den Wahlen: Schwierige Zeiten für die brasilianische Klima- und Umweltpolitik

KoBra dokumentiert das FDCL Briefing Nr.5 von Thomas Fatheuer

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Indigenendachverband APIB fordert dringend internationale Unterstützung an.

Oberster Gerichtshof STF tagt im August über Indigenenrechte

Indigenendachverband APIB fordert dringend internationale Unterstützung an.

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Wir laden herzlich zum Runden Tisch Brasilien vom 13. bis 15. November 2026 in Weimar ein! Die Anmeldung ist bis zum 30.Oktober geöffnet. Zu Gast aus Brasilien begrüßen wir Andrea Camurça & Letícia Abreu (Instituto Terramar), Luisa Cassupá (Indigene Führungskraft der Kassupá), Roberto Silva (Associação Comunitária Foz do Rio Tapauá), Larissa Vieira & Isadora Mendes (Cáritas Brasileira) und einen CIMI-Gast der Guarani-Kaiowá.

Melde dich an beim RTB 2026: Brasilien nach der Wahl - Wer gestaltet die Zukunft?

Wir laden herzlich zum Runden Tisch Brasilien vom 13. bis 15. November 2026 in Weimar ein! Die Anmeldung ist bis zum 30.Oktober geöffnet. Zu Gast aus Brasilien begrüßen wir Andrea Camurça & Letícia Abreu (Instituto Terramar), Luisa Cassupá (Indigene Führungskraft der Kassupá), Roberto Silva (Associação Comunitária Foz do Rio Tapauá), Larissa Vieira & Isadora Mendes (Cáritas Brasileira) und einen CIMI-Gast der Guarani-Kaiowá.

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Mehr als fünf Jahrzehnte nach den Taten wird ein Täter trotz noch immer bestehenden Amnestiegesetzes strafrechtlich zu einer Haftstrafe verurteilt.

Haftstrafe gegen Täter aus dem "Casa da Morte" in Petrópolis

Mehr als fünf Jahrzehnte nach den Taten wird ein Täter trotz noch immer bestehenden Amnestiegesetzes strafrechtlich zu einer Haftstrafe verurteilt.

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Aus dem Hafenterminal bei Abaetetuba wird nichts mehr: Ein Bundesgericht gab der Flussanwohnenden-Gemeinschaft der PAE Santo Afonso Recht.

Klein setzt sich gegen Groß zur Wehr: Kein Hafenterminal bei Abaetetuba

Aus dem Hafenterminal bei Abaetetuba wird nichts mehr: Ein Bundesgericht gab der Flussanwohnenden-Gemeinschaft der PAE Santo Afonso Recht.

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Soziale Bewegungen und Bundesstaatsanwaltschaft von Paraíba unterstützen den aktuellen Landesgesetzesentwurf, der in Paraíba einen Mindestabstand von 1,5 Kilometern zwischen Windkraftanlagen und Gebäuden öffentlicher, gemeinschaftlicher oder privater Nutzung festlegen soll.

Mindestabstand zu Windkraftanlagen in Paraíba von 1.500 Meter kurz vor Inkraftreten

Soziale Bewegungen und Bundesstaatsanwaltschaft von Paraíba unterstützen den aktuellen Landesgesetzesentwurf, der in Paraíba einen Mindestabstand von 1,5 Kilometern zwischen Windkraftanlagen und Gebäuden öffentlicher, gemeinschaftlicher oder privater Nutzung festlegen soll.

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Mit der Entscheidung des brasilianischen Bundesrechnungshof TCU wird die vor wenigen Tagen getroffene Entscheidung der Landesumweltbehörde von Para, SEMAS, wieder aufgehoben.

Ausbaggerungsarbeiten im Tapajós-Fluss durch brasilianischen Bundesrechnungshof TCU doch wieder gestoppt

Mit der Entscheidung des brasilianischen Bundesrechnungshof TCU wird die vor wenigen Tagen getroffene Entscheidung der Landesumweltbehörde von Para, SEMAS, wieder aufgehoben.

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Landesumweltbehörde von Pará SEMAS gibt Aushubarbeiten am Tapajós-Fluss zwischen Santarém und Itaituba im Westen von Pará auf Antrag der Nationalen Behörde für Verkehrsinfrastruktur DNIT wieder frei, obwohl  Brasília Mitte Februar als Reaktion auf die wochenlangen Proteste und Bockaden hunderter Indigener vom Tapajós-Fluss das entsprechende Dekret zurückgenommen hatte.

Ausbaggerung des Tapajós-Flusses durch Landesumweltbehörde von Pará doch wieder erlaubt

Landesumweltbehörde von Pará SEMAS gibt Aushubarbeiten am Tapajós-Fluss zwischen Santarém und Itaituba im Westen von Pará auf Antrag der Nationalen Behörde für Verkehrsinfrastruktur DNIT wieder frei, obwohl Brasília Mitte Februar als Reaktion auf die wochenlangen Proteste und Bockaden hunderter Indigener vom Tapajós-Fluss das entsprechende Dekret zurückgenommen hatte.

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Regierung und Zivilgesellschaft erklären die am 10. Juni in Anwesenheit von Präsident Lula von den Ministerien für Umwelt und Klimawandel, für ethnische Gleichstellung und für Agrarentwicklung und Familienlandwirtschaft unterzeichnete Verordnung zur Inkraftsetzung des Nationalplans für die nachhaltige Entwicklung traditioneller Völker und Gemeinschaften (PDPCT) als Meilenstein. Dennoch stehen laut Zivilgesellschaft noch große Herausforderungen an.

Meilenstein für die Rechte traditioneller Völker und Gemeinschaften: Verordnung zum Nationalplan für die nachhaltige Entwicklung traditioneller Völker und Gemeinschaften (PDPCT) erlassen

Regierung und Zivilgesellschaft erklären die am 10. Juni in Anwesenheit von Präsident Lula von den Ministerien für Umwelt und Klimawandel, für ethnische Gleichstellung und für Agrarentwicklung und Familienlandwirtschaft unterzeichnete Verordnung zur Inkraftsetzung des Nationalplans für die nachhaltige Entwicklung traditioneller Völker und Gemeinschaften (PDPCT) als Meilenstein. Dennoch stehen laut Zivilgesellschaft noch große Herausforderungen an.

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Zweieinhalb Jahre nach Verabschiedung des sog. "Pacote do veneno" ("das Giftpaket") ziehen zwei neue Analysen eine kritische Bilanz der Liberalisierung und Ausweitung des Einsatzes von Agrarchemikalien in Brasilien.

Liberalisierung macht's möglich: Agrargifte weiter auf dem Vormarsch in Brasilien

Zweieinhalb Jahre nach Verabschiedung des sog. "Pacote do veneno" ("das Giftpaket") ziehen zwei neue Analysen eine kritische Bilanz der Liberalisierung und Ausweitung des Einsatzes von Agrarchemikalien in Brasilien.

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In unserer Reihe "Brasilien im Wahljahr 2026" folgt heute eine Buchvorstellung. Das auf umfassenden Umfragen basierende Buch des bekannten Demoskopen Felipe Nunes "Brasil no Espelho", gibt interessante Einblicke in das Wahlverhalten verschiedener Gesellschaftsgruppen bei den letzten Wahlen. Danach gab eher eine kleine Gruppe von 5% der Wählerschaft, die sogenannten Sozialliberalen bei den Wahlen 2022 den Ausschlag für Wahl Lulas zum Präsidenten. Wähler*innen, die nie Lula oder Mitte-Links Parteien gewählt haben, denen aber am Ende der Erhalt der Demokratie wichtiger war als programmatische Vorstellungen.

Brasilien im (Wahl-)Spiegel

In unserer Reihe "Brasilien im Wahljahr 2026" folgt heute eine Buchvorstellung. Das auf umfassenden Umfragen basierende Buch des bekannten Demoskopen Felipe Nunes "Brasil no Espelho", gibt interessante Einblicke in das Wahlverhalten verschiedener Gesellschaftsgruppen bei den letzten Wahlen. Danach gab eher eine kleine Gruppe von 5% der Wählerschaft, die sogenannten Sozialliberalen bei den Wahlen 2022 den Ausschlag für Wahl Lulas zum Präsidenten. Wähler*innen, die nie Lula oder Mitte-Links Parteien gewählt haben, denen aber am Ende der Erhalt der Demokratie wichtiger war als programmatische Vorstellungen.

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Die brasilianische Bundesstaatsanwaltschaft MPF und die Landesstaatsanwaltschaft des Bundesstaates Ceará MPCE haben am 9. Juni 2026 vor dem zuständigen Bundesgericht von Ceará eine öffentliche Zivilklage eingereicht, um Unternehmen und Behörden für die Rodung von 50,72 Hektar Atlantischem Regenwald auf dem Flughafengelände des Internationalen Flughafens Pinto Martins in Fortaleza, Bundesstaat Ceará, zur Verantwortung zu ziehen. Die Beklagten sind: Fraport Brasil S.A., Aerotrópolis Empreendimentos S.A., die landesstaatliche Umweltbehörde Semace, die Nationale Zivilluftfahrtbehörde (ANAC), die Brasilianische Flughafeninfrastrukturgesellschaft (Infraero) und die Bundesebene.

Fraport-Flughafen Fortaleza: Öffentliche Zivilklage der Bundes- und Landesstaatsanwaltschaft gegen Unternehmen und Behörden

Die brasilianische Bundesstaatsanwaltschaft MPF und die Landesstaatsanwaltschaft des Bundesstaates Ceará MPCE haben am 9. Juni 2026 vor dem zuständigen Bundesgericht von Ceará eine öffentliche Zivilklage eingereicht, um Unternehmen und Behörden für die Rodung von 50,72 Hektar Atlantischem Regenwald auf dem Flughafengelände des Internationalen Flughafens Pinto Martins in Fortaleza, Bundesstaat Ceará, zur Verantwortung zu ziehen. Die Beklagten sind: Fraport Brasil S.A., Aerotrópolis Empreendimentos S.A., die landesstaatliche Umweltbehörde Semace, die Nationale Zivilluftfahrtbehörde (ANAC), die Brasilianische Flughafeninfrastrukturgesellschaft (Infraero) und die Bundesebene.

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Spenden

Kooperation Brasilien e.V. ist als gemeinnütziger Verein eingetragen. Die Spenden und Mitgliedsbeiträge vieler Menschen machen unsere Arbeit überhaupt erst möglich.

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Themen

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Praktikum

Praktika bei KoBra sind zweimal im Jahr für jeweils drei Monate möglich. Die Zeiträume sind meistens von Februar bis April und von September bis November. Aktuelle Ausschreibungen mit Infos und Bewerbungsfrist findet Ihr hier auf der Seite, oder in unseren sozialen Medien. Wir freuen uns über eine Zusammenarbeit!

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Dieser Newsletter wurde im Rahmen des Projektes "Global vernetzt, lokal engagiert: Klimagerechtigkeit und Vielfalt von Brasilien bis Deutschland" erstellt und gefördert durch ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln des

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KoBra - Kooperation Brasilien e.V.

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Vorstand: Marcos da Costa Melo, Thomas Fatheuer, Biancka Arruda Miranda, Felipe Bley Folly, Valéria Fekete und Theresa Mentrup. Sitz des Vereins: 79100 Freiburg. Der Verein ist eingetragen mit der Vereinsregister-Nr. 2421 in Freiburg.

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