Corona in brasilianischen Städten: Eine Frage von Race, Geschlecht und Klasse

KoBrinar mit: Paulo Victor Melo, Journalist und Menschenrechtsaktivist. Er hat im Bereich Kommunikation und zeitgenössische Kultur an der Universität Bahia promoviert. Robertha Barros ist Stadtplanerin und Doktorandin im Fachbereich Entwicklung und Umwelt an der brasilianischen Bundesuniversität Sergipe. Sie ist derzeit als Gastwissenschaftlerin an der Technischen Universität Berlin und am SFB 1265. Jenseits der explodierenden Zahlenwerte stellt sich die Frage, wie sich Corona in Zusammenhang mit historischen Ungleichheiten - Race, Geschlecht und Klasse im urbanen Kontext verhält. Sprache: Portugiesisch mit Simultan-Übersetzung (auf zwei Kanälen)
Corona in brasilianischen Städten: Eine Frage von Race, Geschlecht und Klasse
Foto: Pedro Conforte
  • Corona in brasilianischen Städten: Eine Frage von Race, Geschlecht und Klasse
  • 2020-07-16T19:00:00+02:00
  • 2020-07-16T20:00:00+02:00
  • KoBrinar mit: Paulo Victor Melo, Journalist und Menschenrechtsaktivist. Er hat im Bereich Kommunikation und zeitgenössische Kultur an der Universität Bahia promoviert. Robertha Barros ist Stadtplanerin und Doktorandin im Fachbereich Entwicklung und Umwelt an der brasilianischen Bundesuniversität Sergipe. Sie ist derzeit als Gastwissenschaftlerin an der Technischen Universität Berlin und am SFB 1265. Jenseits der explodierenden Zahlenwerte stellt sich die Frage, wie sich Corona in Zusammenhang mit historischen Ungleichheiten - Race, Geschlecht und Klasse im urbanen Kontext verhält. Sprache: Portugiesisch mit Simultan-Übersetzung (auf zwei Kanälen)
  • Wann 16.07.2020 von 19:00 bis 20:00 (Europe/Berlin / UTC200)
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Die Entwicklung von Corona verläuft in Brasilien sehr besorgniserregend. In den zurückliegenden Wochen beklagte das Land über 1.000 Tote täglich. Brasilien steht aktuell global an zweiter Stelle in Bezug auf die Zahl der Infektionen und an vierter Stelle in Bezug auf die Zahl der Todesopfer. Aber jenseits der Zahlenwerte stellt sich die Frage, wie sich Corona in Zusammenhang mit historischen Ungleichheiten - Race, Geschlecht und Klasse im urbanen Kontext verhält.

Eine Studie der Universitäten Cambridge und Espirito Santo belegt, dass Herkunft und Hautfarbe (race) der zweitmächtigste Risikofaktor in Bezug auf einen tödlichen Verlauf einer Coronainfektion in Brasilien darstellen, gleich nach dem Risikofaktor Alter. Die Ursachen für diese Risikogruppe ist in der sozialen Ungleichheit begründet, die Brasilien prägt. Diese Corona-Toten sind auch Opfer wegen sozio-ökonomischer Faktoren wie fehlender Wasserversorgung, prekärer Wohnverhältnisse und ungesunder Ernährung. Das Gesundheitsministerium veröffentlichte jüngst eine Untersuchung, dass schwarze Frauen und Männer aus armen Familienverhältnissen mit 55% die größte Gruppe unter den Coronatoten darstellen.

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