Sie sind hier: Startseite KICK FOR ONE WORLD “Das Recht auf Stadt” zwischen Anspruch und Wirklichkeit
Artikelaktionen

“Das Recht auf Stadt” zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Die Forderung „Recht auf Stadt!“ hat Hochkonjunktur. Viele soziale Bewegungen haben sich den Slogan zu Eigen gemacht, auch in Lateinamerika.
“Das Recht auf Stadt” zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Brasilien ist eigentlich ein Positivbeispiel, da die Verfassung das „Recht auf Stadt“ garantiert. Doch der Kampf der Bewohner*innen von Vila Autódromo, einem Stadtteil Rio de Janeiros, zeigt, wie schwer sich der Staat immer noch tut, die Bevölkerung wirklich mitentscheiden zu lassen.

Das sonntägliche Mittagessen findet bei Familie Passos traditionell vor dem Fernseher statt. Auf dem Couchtisch ihres Häuschens an der Lagune von Jacarepaguá am westlichen Stadtrand von Rio de Janeiro drängen sich Reis, schwarze Bohnen und Gegrilltes.

Auf dem Flatscreen läuft Fußball. Da überlässt Inacia Passos ihrem Mann und Sohn nur zu gern die Fernbedienung, betätigt sich ein bisschen in ihrem Vorgarten und genießt die seltene Stille. „In der Woche hörst du den ganzen Tag Lärm von der Großbaustelle da drüben“, sagt Passos. „Meine Nachbarin kann schon nicht mehr schlafen. Ich denke, es sollte mal jemand von der Stadt kommen, um den Krach zu messen, nicht wahr.“

Von der Formel-1-Strecke zum Jachthafen

[weiterlesen bei Poonal...]