Woche der Marginalen Literatur
- https://www.kooperation-brasilien.org/de/veranstaltungen/termine/woche-der-marginalen-literatur
- Woche der Marginalen Literatur
- 2013-05-22T23:00:00+02:00
- 2013-06-01T02:00:00+02:00
- Das URBAN ARTITUDE Kollektiv veranstaltet eine Woche der marginalen Literatur mit Veranstaltungen in Berlin, Köln und Hamburg. Die Veranstaltungsreihe “Über den (Stadt-) Rand geschrieben” setzt sich aus Lesungen, Offenen Bühnen (“saraus”), Vorträgen, Kurzfilm Screenings und Diskussionsrunden zum Thema “Marginale Literatur” zusammen.
- Wann 22.05.2013 23:00 bis 01.06.2013 02:00 (Europe/Berlin / UTC200)
- Wo Berlin, Hamburg, Köln
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Unter "marginaler Literatur" wird Literatur gefasst, die sich am Rande des literarischen Kanons etabliert und/oder sich mit Erfahrungen der Marginalisierung auseinandersetzt. Im Vorfeld der Buchmesse in Frankfurt mit dem diesjährigen Gastland Brasilien haben wir als besonderen Gast Sérgio Vaz, Autor und Kulturaktivist aus einem der ärmsten Viertel São Paulos eingeladen.
Marginale Literaturbewegung in São Paulo
Seit Ende der 1990er Jahre gibt es immer mehr Autoren, die aus den benachteiligten Stadtgebieten (“periferias”) von São Paulo stammen, und die ihre Literatur selbst als “literatura marginal” oder “literatura periférica” bezeichnen. Dazu verstehen sie sich als eine kulturelle und soziale Bewegung, die über ihre Literatur und ihre literarischen Praktiken, wie z.B. der Veranstaltung von saraus (offenen Bühnen) und der Gründung von alternativen Verlagen, die schwierige soziale Realität zu verändern suchen. Sérgio Vaz (1967) ist einer der wichtigsten Vertreter dieser Literatur.
Vaz ist Autor von sieben Publikationen, die hauptsächlich Gedichte und Kurzprosa enthalten und sowohl in alternativen als auch in traditionellen Verlagen veröffentlich wurden. Mit viel Witz erzählen seine Texte von schwierigen Themen wie Diskriminierung, Armut und Gewalt, aber auch von Liebe und Sehnsüchten. 2001 gründete er das Kollektiv “Cooperifa” (“Cooperação Cultural da Periferia” – Kulturelle Kooperation der Peripherie) mit der Idee, über offene Bühnen (sogenannte “saraus”), die in Kneipen vor Ort stattfinden, den Stimmen der bildungsfernen Schichten eine Plattform zu geben und so auch einen alternativen Zugang zu Literatur und Bildung zu verschaffen. Seitdem sind die Saraus zu einer kulturellen Institution in den Periferias geworden, die nationale und internationale Anerkennung findet.
Neben universitären Veranstaltungen wird Vaz bei Saraus/ offenen Bühnen auch auf Berliner “marginale Autoren” treffen (wie z.B. Jannis Poptrandov, der mit seinem noch unveröffentlichten Roman “Ghettoblume” am 25. Mai in der Marktlücke dabei sein wird). Wir erwarten eine ereignisreiche und interessante Woche gemeinsam mit Sérgio Vaz und freuen uns auf euer Kommen!
Alle Veranstaltungen sind öffentlich und werden in deutscher Sprache übersetzt.
